Drei Versammlungen

Mehrere Demonstrationen in der Bremer Innenstadt

Am Samstag begleitete die Polizei Bremen drei angemeldete Versammlungen in der Innenstadt. Insgesamt etwa 235 Personen protestierten friedlich für ihre Anliegen. Bei einer Kundgebung kam es zu einer Störung.
13.09.2020, 13:03
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Mehrere Demonstrationen in der Bremer Innenstadt
Von Stefanie Heitmann
Mehrere Demonstrationen in der Bremer Innenstadt

Symbolbild.

Silas Stein/dpa

Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, versammelten sich gegen 14 Uhr rund 70 Demonstranten mit dem Anliegen „African Live Matters“ auf dem Hauptbahnhof und zogen dann durch die Innenstadt. Nach einer Zwischenkundgebung Am Wall wurde die Demonstration um 16.15 Uhr von der Versammlungsleitung beendet.

Gegen 15.30 Uhr startete auf dem Marktplatz eine weitere Demonstration, bei der sich rund 80 Teilnehmer auf dem Platz vor dem Rathaus versammelten, um auf ihr Anliegen „Grundrechte wieder herstellen“ aufmerksam zu machen. Während der Kundgebung kam es durch drei Passanten zu Störungen an der Bühne. Zwei Männer und einer Frau im Alter von Anfang 20 hatten die Stromversorgung der Bühnentechnik unterbrochen, sodass Redebeiträge zeitweilig ausgesetzt werden mussten. Die drei erhielten von den Einsatzkräften einen Platzverweis. Nach Wiederaufnahme der Redebeiträge wurde die Kundgebung gegen 17 Uhr beendet.

Ebenfalls gegen 17 Uhr fanden sich etwa 85 Personen Am Brill zu einem angemeldeten Zug mit dem Thema „Gegen Diskriminierung und Polizeigewalt“ ein. Kurz vor Beginn entdeckten Einsatzkräfte in Höhe einer Bankfiliale Am Brill zwei große Aufkleber der Bewegung „NIKA Bremen“ an einer Skulptur. Auf einem der beiden Aufkleber stand „Mäurer bleibt ein Arschloch“. Die Polizei Bremen hat ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet. Gegen 17.30 Uhr setzten sich die Teilnehmer in Richtung Viertel in Bewegung und beendeten nach Zwischenkundgebungen im Bereich Domsheide und Altenwall gegen 19 Uhr am Ziegenmarkt ihre Demonstration. Während des Aufzugs skandierten die Teilnehmer Parolen wie „ACAB!“ und „Deutsche Polizisten- Mörder und Faschisten“.

Die Teilnehmer der drei Versammlungen verhielten sich überwiegend an die Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Lediglich in einem Fall musste ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden.

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