75 Jahre Autoproduktion in Bremen

Mercedes feiert Borgward - und sich selbst

Bremen. 75 Jahre Automobilbau und 35 Jahre Mercedes-Benz-Produktion in Bremen: Dieses Doppeljubiläum hat die Daimler AG mit einem Festakt im Werk Sebaldsbrück gefeiert.
27.09.2013, 06:48
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Von wk
Mercedes feiert Borgward - und sich selbst

Während des Festakts ließ das Bremer Mercedes-Werk auch die Borgward-Ära wieder auferstehen. Ein Schauspieler des Theatre du Pain (rechts) verkörperte den legendären Autobauer Carl F. W. Borgward.

dpa

75 Jahre Automobilbau und 35 Jahre Mercedes-Benz-Produktion in Bremen: Dieses Doppeljubiläum hat die Daimler AG mit einem Festakt im Werk Sebaldsbrück gefeiert.

Neben Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche kamen Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) und Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne). Auch der 84 Jahre alte frühere Bremer Bürgermeister Hans Koschnick (SPD), der in den 70er Jahre die politischen Weichen für das Engagement des schwäbischen Unternehmens in Bremen gestellt hatte, gehörte bei der Feier zu den rund 350 Gästen.

1938 bis zum Zusammenbruch des Unternehmens 1961 hatte Carl F.W. Borgward in Sebaldbrück so legendäre Autos wie die Isabella bauen lassen. Bürgermeister Böhrnsen erinnerte in diesem Zusammenhang auch an ein dunkles Kapitel der Geschichte Bremens als Automobilstandort. In der NS-Zeit waren im Borgward-Werk zahlreiche Zwangsarbeiter beschäftigt, damit dort Panzer und andere Fahrzeuge für die Wehrmacht gebaut werden konnten.

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Mercedes begann 1978 in Bremen mit dem Bau von Personenwagen. Heute ist das Bremer Werk das Mercedes-Kompetenzzentrum für die Modelle der künftigen C-Klasse. Böhrnsen unterstrich die Bedeutung des Werkes mit rund 12 500 Mitarbeitern für Bremen als Industriestandort. Bremen sei eine Autostadt, so der der SPD-Politiker. "Nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch bei uns arbeitet man gerne bei Daimler."

Andreas Renschler, Vorstandsmitglied der Daimler AG, widersprach denn auch der Ansicht, wonach Mercedes eine urschwäbische Marke sei, ansonsten sei "entweder Bremen das Südende Schwabens oder schwaben das Südende Bremens.

Auch Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche lobte den Standort - und die norddeutsche Mentalität: "Hier wird nicht lang geschnakt, sondern geliefert."

(dpa/jop)

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