Bremer CDU-Bürgermeisterkandidat

Meyer-Heder legt beim OTB nach

Der CDU-Bürgermeisterkandidat sieht sich im Streit um den Offshore-Terminal Bremerhaven auf Linie seiner Partei. Bei einer Diskussionsveranstaltung am Montag habe er sich nur „nicht präzise genug ausgedrückt“.
02.04.2019, 17:44
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Meyer-Heder legt beim OTB nach
Von Peter Hanuschke

CDU-Bürgermeisterkandidat Carsten Meyer-Heder sieht keine Diskrepanz zwischen seiner Position zum Offshore Terminal Bremerhaven (OTB) und der seiner Fraktion beziehungsweise Partei. „Ich habe mich am Montagabend offensichtlich nicht präzise genug ausgedrückt“, sagte Meyer-Heder dem WESER-KURIER. Der Unternehmer war im Rahmen einer Diskussionsrunde auf seinen Konkurrenten Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) getroffen. Eingeladen hatte die Bremische Hafenvertretung und die Initiative Stadtbremische ­Häfen.

Wie berichtet, hatte Meyer-Heder auf der Veranstaltung erklärt, dass er voll hinter dem OTB stehe – was der SPD-Linie entspricht. Die CDU hatte dagegen jüngst klargestellt, dass sie am Weserufer in Bremerhaven einen allgemeinen Schwerlasthafen favorisiert. „Es gibt zwischen mir und der CDU-Fraktion und der Partei keinen Widerspruch“, so Meyer-Heder. „Ich hätte nur deutlich herausstellen müssen, dass ich deshalb für den OTB bin, weil wir das laufende Verfahren nutzen wollen, um das Projekt noch zu retten – allerdings mit einem ganz anderen Ansatz als ihn die SPD verfolgt.“

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Im Februar hatte das Bremer Verwaltungsgericht die Planung des 180 Millionen Euro teuren Vorhaben als rechtswidrig eingestuft. Bürgermeister Sieling hält trotzdem daran fest und will es mit einer reinen Ausrichtung auf den Umschlag von Offshore-Windanlagen realisieren.

„Das sehen wir komplett anders“, sagte Meyer-Heder. „Wir gehen davon aus, dass das allgemein regional-wirtschaftliche Interesse einen OTB rechtfertigen würde – allein mit Offshore wird das nicht gelingen.“ Das Gericht habe eine Nachbesserung erlaubt. Und eine Kaje für Schwerlast jeder Art könne das vom Gericht angemahnte öffentliche Interesse begründen. Schließlich werde auf der direkt angrenzenden Luneplate in den kommenden Jahren ein 250 Hektar großes Gewerbegebiet entwickelt. „Und dort werden sich natürlich Unternehmen ansiedeln, die für viele Arbeitsplätze in Bremerhaven sorgen, aber die auch einen seeseitigen Zugang für den Umschlag ihrer Schwerlastgüter benötigen.“

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