Offiziell nominiert Meyer-Heder wird Bürgermeisterkandidat der CDU

Auf seinem Weg zur Spitzenkandidatur bei der Bürgerschaftswahl 2019 hat Carsten Meyer-Heder am Montag eine wichtige Etappe zurückgelegt. Der Landesvorstand der CDU hat ihn für die Funktion nominiert.
22.01.2018, 20:51
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Meyer-Heder wird Bürgermeisterkandidat der CDU
Von Jürgen Theiner

Carsten Meyer-Heder hat das Ticket als CDU-Bürgermeisterkandidat so gut wie gelöst. Einstimmig sprach der Landesvorstand der Christdemokraten am Montagabend eine Empfehlung an den Landesparteitag aus, den 56-jährigen Internet-Unternehmer als Herausforderer von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) aufzustellen. Der Parteitag soll am 26. Mai stattfinden.

Mit der Nominierung Meyer-Heders ist das innerparteiliche Tauziehen in der Kandidatenfrage endgültig beendet. Wie berichtet, hatte sich auch der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Bremen-Stadt, Jens Eckhoff, für die Spitzenkandidatur bei der Bürgerschaftswahl im Mai 2019 interessiert. Eckhoff nahm am Montagabend nicht an der Vorstandssitzung teil.

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Für Meyer-Heder beginnt nun zunächst eine Phase, in der er sich innerparteilich bekannt machen will. Denn die meisten Parteimitglieder und Funktionäre kennen den Mehrheitsgesellschafter des Internet-Dienstleisters Team Neusta nur aus den Medien. Bis zu den Kreisparteitagen der Bremer CDU im März will Meyer-Heder insgesamt 15 Termine in den Parteigliederungen absolvieren und sich der Basis vorstellen. „Die Partei wird Carsten Meyer-Heder kennenlernen und er die Partei“, sagte Landesvorsitzender Jörg Kastendiek, der die Bewerbung des 56-Jährigen in den vergangenen Monaten forciert hatte.

"Anfang 2019 wird niemand mehr fragen: Carsten wer?"

In der Vorstandssitzung der Christdemokraten gab es laut Kastendiek mehrere Diskussionsbeiträge, in denen ausdrücklich begrüßt wurde, „dass es diesmal jemand macht, der nicht schon zwanzig Jahre dabei ist und den die Öffentlichkeit nicht in- und auswendig kennt“, so der Landesvorsitzende. Meyer-Heder zeigte sich nach dem Termin mit dem Landesvorstand angetan vom parteiinternen Echo auf seine Bewerbung. „Dass da jemand aus der Wirtschaft kommt, wird durchaus begrüßt“, sagte Meyer-Heder im Gespräch mit dem WESER-KURIER. „Und es ist ja auch wirklich so, dass die Art und Weise, wie ein modernes Unternehmen geführt wird, viel mit dem zu tun hat, wie Politik heute sein sollte. Nämlich nicht so, dass da oben jemand sitzt, der Ansagen macht und alle springen.“ Den Dialog mit der Öffentlichkeit, so sieht es der bisherige Fahrplan der CDU-Spitze vor, wird Meyer-Heder im Wesentlichen nach seiner Kür durch den Landesparteitag beginnen. Nach der Sommerpause startet dann die Arbeit am Wahlprogramm der CDU. „Wir stellen uns das als breit angelegten Beteiligungsprozess vor. Es wird ein Programm, das auch zum Kandidaten passt. Anfang 2019 wird niemand mehr fragen: Carsten wer?“, zeigte sich Jörg Kastendiek überzeugt.

Im Interview mit dem WESER-KURIER hatte der designierte CDU-Kandidat bereits vor einigen Tagen erste inhaltliche Schwerpunkte genannt. Größtes Manko des Stadtstaates sei die Bildungspolitik, hier müssten rasche Verbesserungen erzielt erzielt werden. Wirtschaft, Gewerbeflächen und der Bürgerservice der Verwaltung sind für Meyer-Heder weitere Handlungsfelder. Der Stadtstaat Bremen könne aufgrund der Nähe der politischen Führung zu den Gegebenheiten vor Ort eigentlich gut auf Probleme reagieren, doch das passiere nicht. „Bremen wird schlecht regiert“, lautet Meyer-Heders Diagnose.

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