Landgericht lehnte Eilantrag ab

Ministerium will Entscheidung wegen "Gorch Fock" anfechten

Nächste Runde im Streit um die "Gorch Fock": Nachdem das Landgericht Bremen einen Eilantrag des Bundes auf Herausgabe des Schiffes abgelehnt hatte, will das Ministerium die Entscheidung anfechten.
19.06.2019, 11:40
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Ministerium will Entscheidung wegen "Gorch Fock" anfechten

Die "Gorch Fock" liegt in der Bredo-Werft

Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Das Verteidigungsministerium will im Streit um die Herausgabe des Segelschulschiffes "Gorch Fock" eine Entscheidung des Landgerichts Bremen kippen. "Wir werden die Entscheidung anfechten und sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht Bremen einlegen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. "Und wir werden weiterhin als Eigentümer des Schiffes alles daran setzen, dass die "Gorch Fock" vertragsgerecht ausgedockt werden kann."

Das Landgericht Bremen hatte es am Vortag abgelehnt, eine einstweilige Verfügung gegen die Bredo-Werft in Bremerhaven im Eilverfahren zu erlassen. Die Werft beansprucht den Rumpf der "Gorch Fock" als Pfand für unbezahlte Rechnungen und hat angekündigt, das Schiff am Freitag nur zu Wasser zu lassen, wenn der Bund 5,1 Millionen Euro bezahlt. Der Traditionssegler liegt bei der Bredo-Werft im Dock, wo sie unter Regie der Elsflether Werft neu aufgebaut wird. Diese ist insolvent. Überweisungen der Marine sind zum Teil verschwunden.

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