Kritik an Park-Ausnahmeregelung für die Marktwagen Mit Blick auf die Wagenburg

Weidedamm. An Markttagen werden Gäste des Bunker-Restaurants beste Perspektiven auf das lebhafte Markttreiben genießen können. An allen anderen Tagen können sie sich allerdings auf den weit weniger attraktiven Ausblick auf eine „ständige Wagenburg“ gefasst machen, mutmaßte Beiratsmitglied Oliver Otwiaska (CDU) im Anschluss an die Ausschusssitzung.
07.03.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Anke Velten

An Markttagen werden Gäste des Bunker-Restaurants beste Perspektiven auf das lebhafte Markttreiben genießen können. An allen anderen Tagen können sie sich allerdings auf den weit weniger attraktiven Ausblick auf eine „ständige Wagenburg“ gefasst machen, mutmaßte Beiratsmitglied Oliver Otwiaska (CDU) im Anschluss an die Ausschusssitzung. In einer schriftlichen Stellungnahme an seine Beiratskollegen bezeichnete er es als „inakzeptabel“ und „illegal“, das Parken der Verkaufsanhänger außerhalb der Markttage im Bereich hinter dem Bunker zu gestatten. Er äußerte sich „sehr enttäuscht, dass Mitglieder des Beirates eine abgewogene, lang überlegte Planung von Beteiligten aus Polizei, Behörden und Beirat aufgeben wollen.“

Ursprünglich hatte die „Arbeitsgruppe Findorffmarkt“ nämlich etwas ganz anderes geplant. Um der Dauer-Parkblockade ein Ende zu machen, sollten zum 1. März Anhänger und Wohnwagen komplett vom Marktgelände verbannt werden. Außerhalb der Markttage sollte nur noch das Parken von Pkw gestattet sein. Das Konzept hatten Vertreter von Ortsamt, Beirat, Polizei, Verkehrsbehörde und Markt erarbeitet, um das Gelände attraktiver, sicherer und übersichtlicher zu gestalten und mehr Parkraum für die Findorffer frei zu halten. Doch nach lautstarkem Protest seitens einiger Marktbeschicker und deren Kunden präsentierte das Amt für Straßen und Verkehr eine Ausnahmeregelung, die den Verkaufswagen gestattet, das Gelände zwischen Marktbunker und Eickedorfer Straße als Abstellfläche zu nutzen – der Stadtteil-Kurier berichtete. Die Marktleute hatten argumentiert, dass der Abtransport der Wagen eine unzumutbare Belastung sei. Jahrzehntelang war das Parken geduldet gewesen. Einzelne Marktbeschicker hätten gedroht, im Falle der geplanten Parkregelung den Markt zu verlassen, hieß es außerdem.

Werde der auf Betreiben der Marktleute erarbeitete Plan umgesetzt, bedeute dies, „dass der zentralste Platz in Findorff ein exklusiver Stellplatz für 30 oder mehr Verkaufswagen, Verkaufsanhänger und andere Fahrzeuge werden würde“, prophezeite Otwiaska. Er wies darauf hin, dass auch die Findorffer Polizei dem Beirat ihr Unverständnis signalisiert und rechtliche Bedenken gegenüber der Sondernutzung angemeldet habe.

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