Meine Haltestelle: Diako Mit der Partybahn zur Frühschicht

Gröpelingen. 'Und - bist du wieder mit der Straßenbahn da? Wie war's denn heute so?' Mit so beiläufig wie möglich gestellten Fragen ziehen die Kollegen in der Notfallambulanz Hanna Dommer gerne mal auf, wenn sie morgens um 6 Uhr die Wochenendfrühschicht im Diako antritt.
10.03.2010, 17:40
Lesedauer: 1 Min
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Gröpelingen. 'Und - bist du wieder mit der Straßenbahn da? Wie war's denn heute so?' Mit so beiläufig wie möglich gestellten Fragen ziehen die Kollegen in der Notfallambulanz Hanna Dommer gerne mal auf, wenn sie morgens um 6 Uhr die Wochenendfrühschicht im Diako antritt.

Bahnhofsvorstadt·Gröpelingen. 'Und - bist du wieder mit der Straßenbahn da? Wie war's denn heute so?' Mit so beiläufig wie möglich gestellten Fragen ziehen die Kollegen in der Notfallambulanz Hanna Dommer gerne mal auf, wenn sie morgens um 6 Uhr die Wochenendfrühschicht im Diako antritt. Denn in den frühen Morgenstunden an einem Sonnabend ist die rund 20-minütige Fahrt mit der Straßenbahnlinie 10 von der Falkenstraße bis zum Depot in Gröpelingen ganz anders als üblich - und definitiv nichts für Magenschwache.

Was die Stunde geschlagen hat, weiß die Krankenschwester schon an der Haltestelle, wenn die hell erleuchtete Bahn mit stark beschlagenen Scheiben um die Ecke biegt: Auf den Bänken haben sich gut gelaunte Nachtschwärmer ausgebreitet, die auf der Diskomeile oder im Steintor durchgefeiert haben und nun auf dem Heimweg in Richtung Westen oder Bremen-Nord sind. Viele haben noch ein letztes Bier dabei oder einen ersten frühmorgendlichen Imbiss. 'Wenn man da nüchtern einsteigt, kann einen allein der Geruch von Döner, Bier und Nikotin schon schwach machen', erzählt Hanna Dommer, die es mit Humor nimmt. 'Viele feiern noch, sind lustig und unterhalten sich. Manche schlafen aber auch schon in der Bahn ein.'

Die Empfehlung der Bahnhofsvorstädterin: 'Ich steige immer vorne beim Fahrer ein, um die Lage zu peilen, und suche mir dann einen Platz im ersten Drittel der Bahn. Wer frische Luft braucht, sollte einfach direkt an der Tür stehen bleiben'. Bis zum Depot schirmt sich Hanna Dommer außerdem gern per MP3-Player gegen zu viel Konversation am frühen Morgen ab, und dann ist der Arbeitsweg auch schon fast geschafft. Schnell noch die zwei Stationen mit dem Bus zum Diako, 'und dort bin ich dann immer froh, endlich aussteigen zu können'.

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