Neujahrsempfang des WESER-KURIER

Mit schnellen Schritten in die Zukunft

Beim Neujahrsempfang des WESER-KURIER in der Kunsthalle tauschten sich Politiker, Firmenchefs, Medienvertreter und andere Kreative aus. Eines ihrer Themen: die Zeitung der Zukunft.
08.01.2018, 21:38
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Mit schnellen Schritten in die Zukunft
Von Antje Stürmann
Mit schnellen Schritten in die Zukunft

Beim Neujahrsempfang in der Kunsthalle feierten unter anderem Senatoren, Politiker, Firmenchefs, der Bürgerschaftspräsident und der Bürgermeister.

Frank Thomas Koch

Es war eines der bestimmenden Themen beim Neujahrsempfang des WESER-KURIER am Montag in der Kunsthalle: das 275-jährige Jubiläum der „Bremer Nachrichten“. Am 7. Januar 1743 erschien in Bremen die erste Ausgabe. Eric Dauphin vom Vorstand der Bremer Tageszeitungen AG zeigte auf, wie sehr sich die Zeitung gewandelt hat.

Die Mediengruppe des WESER-KURIER sei heute nicht mehr nur Chronist der Ereignisse, sondern auch Initiator von Diskussionsrunden zu wichtigen Themen sowie Veranstalter zweier wichtiger Wirtschaftskongresse in Bremen, erklärte Dauphin. Die Bremer Tageszeitungen AG beschäftige mit ihrer fast 150-köpfigen Redaktion eine der wenigen Vollredaktionen in Deutschland.

Der Verlag setze vielmehr auf den Standort Bremen und sei hier einer der größten Arbeitgeber. Für die Zukunft wolle sich die Mediengruppe des WESER-KURIER mit verschiedenen digitalen Projekten wie die App „Mein Werder“ noch besser und leserfreundlicher aufstellen. Chefredakteur Moritz Döbler ergänzte: „Guter Journalismus geht auch ohne Papier.“

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Döbler führte vor Augen, wie schnell sich die Welt verändert hat. „Vor nicht einmal 30 Jahren ist das Internet öffentlich zugänglich gemacht worden“, sagte er. „Das iPhone ist gerade zehn Jahre alt geworden und jetzt die Fernbedienung des Lebens.“ Im Vergleich dazu seien 275 Jahre Zeitungsgeschichte eine lange Zeit, in der sich vieles relativiere.

Im Moment sehe es so aus, als sei US-Präsident Donald Trump ein gefährlicher Mann. Allerdings glaubt Döbler: „Die transatlantischen Beziehungen sind stärker.“ Auch die schwierige Situation Bremens sei nur eine Momentaufnahme. „In den vergangenen 275 Jahren hat sich Bremen fantastisch entwickelt“, sagte er.

Mehr als 270 Gäste aus allen Bereichen der Gesellschaft lachten, lauschten und tauschten sich auf dem Neujahrsempfang aus. Angefangen von Andreas Vroom als Präsident des Landessportbundes, über Knut Schakinnis vom Verein Theaterschiff, Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), Gerichtspräsidentin Ilsemarie Meyer, Schaustellerin Susanne Keuneke und Beiratssprecher Bernhard Siegel bis hin zu Martina Jungclaus von der Handwerkskammer. Gesprächsstoff gab es viel.

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Harald Emigholz, Präsident der Handelskammer, bekam Beifall für sein Lob: „Unsere Tageszeitung hat in den letzten Jahren an Qualität und Aktualität gewonnen.“ In Zeiten von Fake News sei es gar nicht hoch genug zu bewerten, dass der WESER-KURIER und die Bremer Nachrichten deutlich machten, was Kommentar sei und was recherchierte Fakten seien, so Emigholz.

Dem stimmte Grünen-Fraktionsvorsitzende Maike Schaefer von Herzen zu. Hajo Müller vom Vorstand der Bremer Straßenbahn AG indes würdigte den Veranstaltungsort Kunsthalle, in der zurzeit die Ausstellung „Max Beckmann – Welttheater“ zu sehen ist. Kristina Vogt, Fraktionsführerin der Linken in der Bremischen Bürgerschaft, sagte: „Hier kommen Leute aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammen und man kann Gesprächsthemen, die am Ende des Jahres liegen geblieben sind, wieder aufnehmen.“ Peter Siemering von der Touristikzentrale sagte: „Ein toller Empfang an einem Ort, der für Bremen und Gäste wichtig ist.“

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