Weltraumbegeisterung im Kindertagesheim Däumling Mit Wilma zu den Sternen

Mahndorf. Die Weltraummaus Wilma ist mit ihrer Rakete im Kindertagesheim (KTH) Däumling gelandet und hat die Kinder der Mäusegruppe mit dem Astronautenvirus angesteckt. 'Bremens Kinder greifen nach den Sternen' heißt das Projekt, bei dem Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten in ganz Bremen mehr über den Weltraum, die Raumfahrt und unser Sonnensystem lernen.
27.04.2010, 09:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Maik Maerten

Mahndorf. Die Weltraummaus Wilma ist mit ihrer Rakete im Kindertagesheim (KTH) Däumling gelandet und hat die Kinder der Mäusegruppe mit dem Astronautenvirus angesteckt. 'Bremens Kinder greifen nach den Sternen' heißt das Projekt, bei dem Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten in ganz Bremen mehr über den Weltraum, die Raumfahrt und unser Sonnensystem lernen.

In der Mäusegruppe des KTH Däumling basteln die Kinder schon seit Februar an ihrer Astronautenausrüstung, bauen Raketen aus Pappe und lernen nebenbei Interessantes über unser Sonnensystem und die acht Planeten. Mariella weiß zum Beispiel schon ganz genau, wie eine Sonnenfinsternis entsteht. Mit ihren Fäusten zeigt sie wie Sonne und Mond stehen müssen, damit sich von der Erde aus gesehen der Himmel verdunkelt.

'Wir waren überrascht, wie viel die Kinder schon wussten über Sterne und Planeten, und dass sie immer noch mehr über dieses komplizierte Thema wissen wollen', sagt Susanne Thiemann, Erzieherin in der Mäusegruppe. Die Kinder verknüpfen so ihre eigenen Vorstellungen von Sonne, Mond und Sternen mit dem, was sie aus Büchern, Erzählungen und bei Ausflügen lernen.

Wilma, die Weltraummaus, ist dabei für die Kinder der Fixpunkt. Zusammen mit dem Stoffnager haben sie sich Bücher über den Weltraum angeguckt und sind ins Planetarium gefahren. Auch eine Übernachtung im Kindertagesheim gehört zum Programm, damit die Kinder nicht nur die projizierten Sterne, sondern auch den richtigen Sternenhimmel betrachten können.

Mariella ist trotzdem begeistert vom Besuch im Planetarium. 'Das hat mir am besten gefallen', sagt die Sechsjährige. Dort hat sie auch gelernt, dass Sternschnuppen nur aus Staub bestehen. Den Mond kannte sie bisher nur aus 'Peterchens Mondfahrt'. Dass er nicht aus Käse ist, weiß sie ganz genau: 'Der Mond besteht aus ganz viel Staub und Steinen.' Trotz dieser eher öden Vorstellung sagt sie: 'Da würde ich gerne mal hinfliegen.'

Kulinarisch gehört Astronautenessen sicher nicht zu den Höhepunkten. Trotzdem haben die Kinder mal probiert, wie das pürierte Essen so schmeckt. Außerdem gab es eine weitere Spezialität, die noch nicht allzu viele Astronauten gegessen haben dürften: 'Planetensalat'. 'Wir haben den Kindern anhand verschiedener Früchte die Größenunterschiede der Planeten gezeigt. Danach gab es dann einen leckeren Obstsalat', berichtet Heide Rolfes, die die Mäusegruppe zusammen mit Susanne Thiemann betreut. Zum Abschluss des Projektes legen die Kinder eine Astronautenprüfung ab und bekommen einen Astronautenausweis. Vielleicht ist das ja der erste Schritt zu einer Karriere in der Raumfahrt. Rolfes und Thiemann haben das Projekt im Lauf der vergangenen Wochen dokumentiert. Am 4. Juni werden die kreativsten Kindertagesstätten von der achtköpfigen Jury der Initiative 'Bremens Kinder greifen nach den Sternen', in der auch Jugendsenatorin Ingelore Rosenkötter sitzt, ausgezeichnet. Schirmherr des Wettbewerbs

ist der Astronaut Thomas Reiter, der als erster Deutscher eine längere Zeit auf der Internationen Raumstation ISS verbracht hat.

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