Deutsche Kammerphilharmonie Bremen im Kito / Barockmusik auf Originalinstrumenten gespielt Musikalische Reise ins 17. Jahrhundert

Vegesack. Eine beeindruckende Vorstellung der musikalischen Extraklasse bot sich den rund 80 Zuhörern im Kito an der Alten Hafenstraße: Zwischen den alten Holzbalken des Dachstuhls faszinierte das Klassik-Matinee-Ensemble der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit ihrem vierten und zugleich letzten Kammerkonzert dieser Saison die Gäste.
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Von Cord Sauer

Vegesack. Eine beeindruckende Vorstellung der musikalischen Extraklasse bot sich den rund 80 Zuhörern im Kito an der Alten Hafenstraße: Zwischen den alten Holzbalken des Dachstuhls faszinierte das Klassik-Matinee-Ensemble der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit ihrem vierten und zugleich letzten Kammerkonzert dieser Saison die Gäste.

Zu Beginn der Vorstellung lag andächtiges Schweigen in der Luft. Das Publikum war gespannt auf die musikalische Reise in die Vergangenheit. Mit Jeremiah Clarke´s 'Suite of Ayres for the theatre in D-Dur' eröffneten die sieben Künstler das gut zweistündige Konzert. Das Programm, konzipiert von Gunther Schwiddessen, der sein Können auch an der Violine bewies, spannte einen weiten Bogen über die Zeit des Barock bis hin zur Frühklassik.

Thomas Ihlenfeldt, der an der Theorbe, einem Vorgängerinstrument der heutigen Gitarre, aktiv war, erklärte der Zuhörerschaft zwischen den Stücken ein wenig Wissenswertes über die Epoche sowie über die Instrumente. 'Wir haben keine Rohrblattinstrumente und keine Flöten, dafür haben wir aber die Königin der Instrumente hier - die Trompete', machte Ihlenfeldt klar und fügte schnell hinzu: 'Sie erleben heute die große Bandbreite der Instrumentalmusik.'

Bemerkenswerte Instrumentenwahl

Auf dieses Versprechen folgten kurz darauf die Taten: Mit der 'Toccatta settima' von Michel Angelo Rossi erlebten die Zuhörer Beate Röllecke auch als hervorragende Solistin an der Orgel, außerdem erklang Giovanni Legrenzi´s 'Sonata a tre op.2 in G-Dur ´La Respona', bei der Gunther Schwiddessen und Johannes Haase an der Violine sowie Christian Helm an der Gambe/Violine überzeugten.

Zum kulturellen Höhepunkt für Ohr und Seele trugen auch Friederike Latzko (Viole) und Christopher Dicken (Trompete) bei, die im Zusammenspiel mit ihren Kollegen unter anderem Richard Mudge´s 'Trumpet Concerto No.1 in D-Dur', einem Stück aus der Frühklassik, vortrugen und dafür großen Applaus ernteten.

Bemerkenswert war während dieses Konzerts auch die Auswahl der Originalinstrumente, die für einen unverwechselbaren Klang sorgten. So kam nicht nur die Theorbe zum Einsatz, auch eine Gambe (ein historisches Streichinstrument) sowie ein Cembalo fügten sich perfekt in das Zusammenspiel mit Viola, Violine, Orgel oder Trompete.

Noch vor der Pause erklang eine weitere Solo-'Toccata', die Ihlenfeldt mit seiner Theorbe von Johannes Hieronymus Kapsberger interpretierte. 'Die Theorbe stammt aus der Renaissance-Zeit und gehört zur Familie der Lauteninstrumente', hatte der Künstler zuvor erklärt. So konnte mancher Zuhörer entspannt die Augen schließen und ganz verträumt einige unbekümmerte Minuten erleben. Nachdem sich das Publikum in der Pause mit Frischluft, Kaffee und Tee versorgt hatte, ging es im Anschluss munter weiter: Neben Stücken von Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Sebastian Bach und Robert de Visée war es letztendlich die 'Sonate für die Trompete und die Streicher in D-Dur Z850' von Henry Purcell, mit der die Kammermusiker ihr Konzert abschlossen.

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