Bremen-Walle Mysteriöser Böller verletzte ein Kind

Neue Erkenntnisse zur Explosion in der Silvesternacht: Die Polizei hat nun bestätigt, dass ein 10 Jahre altes Mädchen Kopfwunden erlitt.
03.01.2016, 14:37
Lesedauer: 1 Min
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Ein heller Lichtkegel, ein ohrenbetäubender Knall und dann klirrten die Fensterscheiben: Was Augenzeugen dem WESER-KURIER berichtet haben, ist nun auch von der Polizei bestätigt worden.

In der Silvesternacht hat es in Bremen-Walle eine große Explosion gegeben, bei der ein Kind eine Kopfverletzung erlitt. Jetzt fahndet die Polizei nach einem Mann, dem schwere Körperverletzung und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen wird.

Die Explosion ereignete sich gegen Mitternacht an der Ecke Elisabethstraße/Vegesacker Straße. Laut Polizei habe sich um 0.20 Uhr eine Anwohnerin gemeldet, die ihre Tochter noch ins Haus gerufen hatte, als sie beobachtete, wie ein glatzköpfiger Mann in weißem Pullover und schwarzer Jacke einen großen Knallkörper auf die Kreuzung stellte. Doch die Tochter erreichte das Haus nicht mehr rechtzeitig. Die Oberlichter der Haustür zersprangen, die Scherben fielen der 10-Jährigen auf den Kopf. Mit zwei Wunden am Kopf musste sie von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach Angaben der Polizei sei eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstellt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittle mittlerweile wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Wieso die Polizei zunächst keine Angaben zu dem Fall machen konnte, erklärte der Sprecher mit der Vielzahl an Vorfällen in der Silvesternacht. „Da haben wir nicht immer jeden Fall genau im Kopf“, so der Sprecher. Hinweise zum Täter oder Beobachtungen nimmt der Kriminaldauerdienst unter -362 3888 entgegen. (cah)

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