Anwohner kritisiert mangelnde Information durch swb

Nach Rohrbruch in der Sagerstraße 34 Stunden ohne Wasser

Vegesack. Thomas Kuhlmann ist ungehalten, gelinde gesagt. Kuhlmann arbeitet in einem Büro in der Sagerstraße in Vegesack, und als er am Dienstagmorgen zur Arbeit kam, gab es immer noch kein Wasser - den zweiten Morgen in Folge nicht.
24.02.2010, 06:20
Lesedauer: 2 Min
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Nach Rohrbruch in der Sagerstraße 34 Stunden ohne Wasser
Von Matthias Lüdecke
Nach Rohrbruch in der Sagerstraße 34 Stunden ohne Wasser

In der Sagerstraße reparieren Arbeiter den Wasserrohrbruch. Weil ein Ersatzteil fehlte, mussten die Anwohner 34 Stunden

Kosak

Vegesack. Thomas Kuhlmann ist ungehalten, gelinde gesagt. Kuhlmann arbeitet in einem Büro in der Sagerstraße in Vegesack, und als er Dienstagmorgen zur Arbeit kam, gab es immer noch kein Wasser - den zweiten Morgen in Folge nicht.

Grund dafür war ein Wasserrohrbruch an einer Hauptleitung, der sich in der Nacht zum Montag ereignete. Eigentlich ein alltägliches Problem, sagt Christoph Brinkmann, Pressesprecher des Versorgers swb. Der mit der Reparatur beauftragte Subunternehmer habe noch in derselben Nacht die Arbeit aufgenommen. die Bruchstelle sei auch im Laufe des Montags ausfindig gemacht und repariert worden. Doch habe man im Laufe des Tages festgestellt, dass man ein Stabilisierungsteil einbauen müsse - ein Bauteil, das vielleicht zwei Mal im Jahr benötigt werde. Und dieses Teil war nicht vorrätig.

Erst gestern wurde es schließlich geliefert und der Schaden behoben. Um 12.24 Uhr, nach knapp 34 Stunden, floss nach swb-Angaben wieder das Wasser. Ein Zeitrahmen, der noch nicht im kritischen Bereich sei, wie Christoph Brinkmann findet.

Thomas Kuhlmann sieht das als Betroffener etwas anders. Einerseits kritisiert er, dass das Teil nicht vorrätig gewesen und es so zu der Verzögerung gekommen sei.Man habe einen Versorgervertrag mit der swb geschlossen und sehe sich ständig mit Preiserhöhungen konfrontiert - da könne man erwarten, dass ein solches Ersatzteil vorrätig und der Schaden schnellstmöglich behoben sei, findet er. Die Unbenutzbarkeit der Toiletten in der Firma sei ein Ärgernis- für den Friseur in der selben Straße sei der Ausfall der Wasserversorgung jedoch kapital.

Noch mehr ärgert Kuhlmann jedoch die Informationspolitik des Versorgers. 'Da fällt über längere Zeit das Wasser aus und die swb erdreistet sich, nicht einmal die Anwohner zu informieren, was passiert ist und wie lange es dauert', meint er. Die Anwohner seien weder darüber informiert worden, was passiert ist, noch darüber, wie lange die Reparatur dauert oder wo genau sich die provisorische Wasserabnahmestelle befindie zumindest eine notdürftige Wasserversorgung gewährleisten sollte. et. Das hätten sie selbst erfragen müssen, berichtet er, und als er bei der swb angerufen habe, schien der Mitarbeiter nicht, zu wissen, worum es geht. Ein simples Flugblatt hätte da seiner Meinung nach Abhilfe schaffen können.

Diesen Fehler räumt die swb ein. Komme es tagsüber zu einem Rohrbruch, würden die Anwohner mit Lautsprecherwagen informiert, sagt Christoph Brinkmann. Doch da dies in der Sager Straße nachts passiert sei, fiel diese Möglichkeit aus. Häufig kämen dann in der Tat Flugblätter zum Einsatz. 'Dass das in diesem Fall nicht passiert ist', sagt Brinkmann, 'ist vielleicht das einzige, was man uns vorwerfen kann.'

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