Kommentar zum Bildungsmonitor

Nachsitzen

Bremen hat die rote Laterne beim INSM-Bildungsmonitor abgegeben. Platz 14 unter 16 Bundesländern zu bekleiden ist allerdings nicht erfreulich, findet Lisa-Maria Röhling. Bremen brauche eine Qualitätsoffensive.
15.08.2019, 18:28
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Von Lisa-Maria Röhling
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Im Gesamtranking verbessert sich Bremen leicht, aber bei der Ausstattung der Schulen bleibt es Schlusslicht.

Frank Molter / dpa

Weg ist sie, die rote Laterne. Bremen gibt den letzten Platz im INSM-Bildungsmonitor wieder an Berlin ab und springt sogar zwei Plätze nach oben. Hurra, geschafft? Keineswegs. Auch wenn Studien nur bedingt die Realität in Klassenzimmern und Hörsälen widerspiegeln: Platz 14 unter 16 Bundesländern zu bekleiden ist kaum erfreulich, besonders wenn Bremen bei der Schulqualität erneut das traurige Schlusslicht ist. Was Schülerinnen und Schüler brauchen, ist eine Qualitätsoffensive. Und das kostet Geld.

Ja, mit dem Qualitätsinstitut nach Hamburger Vorbild und dem Anstieg der Pro-Kopf-Ausgaben hatte die ehemalige rot-grüne Regierung schon den richtigen Weg eingeschlagen. Investitionen in Personal und Schulgebäude zeigen ebenfalls Wirkung. Doch so lange in Bremen die meisten Kinder und Jugendlichen bundesweit von Armut betroffen sind, ist der Weg noch lang. Sicher, es ist immer einfach, mehr Geld zu fordern. Doch klammer Haushalt hin oder her: Nicht frühzeitig in den Nachwuchs zu investieren, wird Probleme mit sich ziehen, die noch Jahrzehnte nachwirken. Der Senat muss handeln – egal, was es koste.

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