Markus Deibler fühlt sich im Fritz-Piaskowski-Bad pudelwohl / Isabel Geyer siegt hauchdünn vor Kathrin Krüger Nationalschwimmer geben Ton an

Vegesack. Über 300 Schwimmer aus 36 Vereinen sorgten im Fritz-Piaskowski-Bad für ein starkes Teilnehmerfeld beim 40. Internationalen MARU-Schwimmfest des Blumenthaler TV. Viele Veranstaltungsrekorde wurden durch die fünf deutschen A-Nationalschwimmer gebrochen. Zum unumstrittenen Star mauserte sich Markus Deibler vom Hamburger SC.
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Von Harald Schützek

Vegesack. Über 300 Schwimmer aus 36 Vereinen sorgten im Fritz-Piaskowski-Bad für ein starkes Teilnehmerfeld beim 40. Internationalen MARU-Schwimmfest des Blumenthaler TV. Viele Veranstaltungsrekorde wurden durch die fünf deutschen A-Nationalschwimmer gebrochen. Zum unumstrittenen Star mauserte sich Markus Deibler vom Hamburger SC.

Nachdem er bereits zum Auftakt den Rekord über 200m Lagen von Thomas Rupprath um unglaubliche fünf Sekunden verbesserte, gelang ihm im Vorlauf über 100m Freistil ein Husarenritt. Bereits mit seiner 50-Meter-Durchgangszeit verbesserte er den Hallenrekord von Lars Conrad aus dem Jahr 2001 auf 0:22,86 Minuten. Mit 0:48,08 Minuten pulverisierte er dann die alte Bestmarke über 100m um fast eine Sekunde. Doch damit hatte der Hamburger noch nicht genug. Im direkten Vergleich mit dem 50-Meter-Brust-Europarekordler Hendrik Feldwehr holte er sich dessen Hallenrekord aus dem Vorjahr über 100m Brust und setzte auch über 100m Schmetterling eine neue Bestmarke für das Vegesacker Bad.

Seine Trainerin Petra Wolfram vom Olympiastützpunkt Hamburg wunderte sich über die Stärke ihres Schützlings: 'Markus hat in der letzten Saison etwas gesundheitliche Probleme gehabt. Jetzt ist er fit und ich habe gute Leistungen von ihm erwartet, aber das er so schnell ist überrascht mich auch.'

Aber auch die anderen Top-Stars zeigten sich in Bremen-Nord in guter Form. So konnte Jenny Mensing (SC Wiesbaden) neue Veranstaltungsrekorde über 50 und 100m Rücken in 0:28,83 bzw. 1:00,27 Minuten aufstellen. Damit löschte die EM-Silber- und Bronzemedaillengewinnerin von Budapest die alten Bestmarken von Antje Busschulte aus.

Yannick Lebherz (DSW Darmstadt) musste sich zwar als deutscher Rekordhalter über 200m Lagen Markus Deibler geschlagen geben, aber auch er setzte über 50m Rücken und 100m Lagen neue Maßstäbe in Vegesack. Die beiden 'Exil-Bremer' Jaana Ehmcke und Hendrik Feldwehr glänzten ebenfalls. Ehmcke gewann sowohl die 50 und 100m Freistil, als auch die 100m Schmetterling. Feldwehr siegte über 50m Freistil und 50m Brust.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Aber auch die Schwimmer aus der Region hielten in der offenen Klasse mit. Allen voran die beiden 15-jährigen BTV-Asse Kathrin Krüger und Isabel Geyer. Mit den beiden besten Vorlaufzeiten gingen sie ins Finale über 100m Brust. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen siegte Geyer mit nur einer Hundertstelsekunde vor ihrer Trainingsgefährtin in 1:16,64 Minuten. Im Finale über 100m Rücken waren gleich drei Blumenthaler Damen im Rennen.

Zur großen Überraschung holte sich die erst 14-jährige Carolin Karré mit einer neuen Bestzeit von 1:09,79 Minuten Bronze vor Carina Stürcken (1:09,93). Sabrina Kuske kam im Finale in guten 1:11,35 Minuten auf Rang sechs. Eine weitere Silbermedaille in der offenen Klasse sicherte sich Kathrin Krüger über 50m Brust in sehr guten 0:35,47 Minuten.

Zur Freude von Trainer Uwe Hilbrands gewannen die BTV-Damen auch die 4x50m Lagenstaffel in der Besetzung Carina Stürcken, Kathrin Krüger, Nadine Albrecht und Isabel Geyer in 2:08,99 Minuten vor dem SK RAN Malmö und der SSG Bremen/Bremerhaven. 'Viele Zeiten haben mir gut gefallen, aber bei einigen Aktiven macht sich der Einstieg in Krafttraining bemerkbar, da ist noch Verbesserungspotential', gab Uwe Hilbrands zu Protokoll.

Dass die Nordbremer Akteure auch im Nachwuchsbereich sehr gut mit der überregionalen Klasse mithalten können, zeigte sich in den Jugendfinals der Jahrgänge 1997und jünger. Mit Markus Tomczyszyn (Jahrgang 1998/SAV) und Lasse Dohrmann (1997/BTV) qualifizierten sich gleich zwei Nordbremer für die Endläufe. In das Finale über 50m Freistil ging Tomczyszyn mit einer Zeit von 0:29,17 Minuten und lag damit vor dem Blumenthaler Dohrmann, der sich in 0:29,87 Minuten qualifizierte. Im Finale steigerten sich beide Schwimmer dann enorm. Dohrmann wurde in 0:28,83 Minuten Dritter vor Tomczyszyn, der nur sechs Hundertstelsekunden langsamer war.

Über 50m Rücken drehte der SAV-Schwimmer den Spieß dann um. Diesmal ging er mit der langsameren Vorlaufzeit ins Finale und sicherte sich dort mit einer Verbesserung von fast einer Sekunde Rang drei in 0:34,47 Minuten vor Dohrmann der in 0:34,69 Minuten Fünfter wurde. Jeweils Bronze holten beide Schwimmer noch über 100m Freistil in ihren Jahrgängen.

Kathrin Krüger und Isabel Geyer konnten neben ihren Erfolgen in der offenen Klasse auch noch fünf (Krüger) bzw. vier (Geyer) Jahrgangserfolge erzielen und waren damit die erfolgreichsten Schwimmer aus Bremen-Nord. Weitere Einzelsiege gab es durch Stefanie Feldmann (SV Heidberg/ 100m Freistil in 1:03,47 Minuten), Daniel Prigge (SAV/100m Lagen in 1:07,55 Minuten) und Carolin Karré (BTV/100m Rücken in 1:11,35 Minuten).

Zufriedener Marco Jabien

SAV-Coach Marco Jabien war hochzufrieden mit seinen Schwimmern: 'Wir haben fast ausnahmslos neue Bestzeiten präsentiert und brauchen uns inzwischen auch in so einer Konkurrenz nicht mehr zu verstecken. Das war vor zwei Jahren noch anders.' Weitere Einzelmedaillen beim starken Wettkampf erzielten Carina Stürcken, Gina Hullin, Nadine Albrecht, Sabrina Kuske, Nick Rathjen, Nina Rathjen, Alina Niemietz, Carolin Karré, Tom Maron, Daniel Klosa (alle Blumenthaler TV), Christian Buroch, Martin Prigge, Robin Buncic, Kei Hobbiebrunken, Cécile Garnier, Jonas Prigge, Daniel Prigge und Jan Carstens (alle SG Aumund-Vegesack).

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