Pläne fürs neue Spielhaus Hahnenkamp im Forum Neubau verspricht mehr Platz für Kids

Tenever. Das monatelange Warten hat ein Ende: Morgen werden auf der Sitzung des Quartiersforums Schweizer Viertel erstmals die Pläne für die Erweiterung des Spielhauses Hahnenkamp am Ute-Meyer-Weg öffentlich vorgestellt. Für Kinder und Jugendliche aus dem Quartier soll es dann doppelt so viel Platz wie zuvor geben.
28.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Melanie Öhlenbach

Tenever. Das monatelange Warten hat ein Ende: Morgen werden auf der Sitzung des Quartiersforums Schweizer Viertel erstmals die Pläne für die Erweiterung des Spielhauses Hahnenkamp am Ute-Meyer-Weg öffentlich vorgestellt. Für Kinder und Jugendliche aus dem Quartier soll es dann doppelt so viel Platz wie zuvor geben.

Sollten die Bewohnerinnen und Bewohner die Pläne der Architekten befürworten, heißt es allerdings Abschied nehmen vom altbekannten Spielhaus. Denn die neuen Räume sollen nicht an den bestehenden Bau angegliedert werden. Stattdessen soll der Treffpunkt zwischen Spielplatz und Rewe abgerissen und neu errichtet werden. Nicht nur, damit das Gebäude ein einheitliches Bild abgibt, sondern weil es im Endeffekt auch billiger sein soll.

Rund 750 000 Euro soll der neue, ebenerdige Flachbau (inklusive Abriss des alten Spielhauses) kosten. Darin sollen neben einem Büro mehrere Gruppenräume für die Kinder- und Jugendarbeit sowie ein großer Mehrzweckraum untergebracht werden. Insgesamt beläuft sich die Grundfläche auf mehr als 370 Quadratmeter. Das neue Haus wird damit mehr als doppelt so groß als sein Vorgänger. Ein Teil der Parkflächen hinter dem Supermarkt wird daher verschwinden müssen.

Nicht die ersten Pläne

Die aktuellen Pläne für das neue Spielhaus sind allerdings nicht die ersten: Vor mehr als drei Jahren hat Heinrich Meyer, der im Januar verstorbene langjährige Mitinitiator und Vorsitzende der Mietergemeinschaft Hahnenkamp, bereits Architekten beauftragt, einen Treffpunkt für die Nachbarschaft zu entwerfen. Ursprünglich sollte das Spielhaus um einen zweigeschossigen, 270 Quadratmeter großen Bau erweitert werden. Meyer wünschte sich ein barrierefreies Haus für alle Generationen mit einem Café und Räumen, in denen vormittags Kurse und Beratungen für Erwachsene und Senioren laufen und in denen sich ab dem späten Nachmittag die Jugendlichen treffen könnten.

Im Laufe der Jahre haben sich die Pläne jedoch verändert - auch weil es aus der Behörde kein grünes Licht für das Quartierszentrum gegeben hat. Für einen Bewohnertreff stellte schließlich die Bremische vor einem Jahr eine Drei-Zimmer-Wohnung an der Zermatter Straße zur Verfügung. Dort gibt es neben einem Klönschnacknachmittag auch Fortbildungen von diversen Trägern.

Projekte und Kursangebot steigen

Doch für die stetig zunehmenden Projekte und Kurse im Schweizer Viertel reicht der Platz noch immer nicht. Daher hat sich das Quartiersforum im Oktober ganz klar für eine zügige Erweiterung des Spielhauses ausgesprochen.

Alternativ hätte der neue Treffpunkt auch an der Endhaltestelle Züricher Straße errichtet werden können, wenn die Arbeiten für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 nach Mahndorf abgeschlossen sind. Davon wollten die anwesenden Bewohner und Stadtteilpolitiker allerdings nichts wissen: Zum einen, weil der Beirat sich dafür ausgesprochen hat, dass die Wendeschleife künftig weitgehend unbebaut bleiben soll. Zum anderen, weil dann der Bau zu weit weg vom Spielplatz liege und letztlich erst nach Ende der Straßenbahnverlängerung in zwei Jahren realisiert werden könnte.

So lange wollen die Bewohner nun nämlich nicht mehr warten. Ihrer Ansicht nach soll das neue Spielhaus so schnell wie möglich - das heißt: noch in diesem Jahr - fertig gestellt werden.

Die Pläne für das neue Spielhaus Hahnenkamp werden morgen, 29. März, 18 Uhr, im Quartiersforum Schweizer Viertel in der AWO-Begegnungsstätte, Am Siek 43, öffentlich vorgestellt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+