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Feng Shui Einrichten nach Feng Shui – so geht‘s

Feng Shui bringt das Chi zum Fließen – und damit auch die eigene Lebensenergie. Was Feng Shui genau ist und wie Sie Ihre Wohnräume nach der alten, chinesischen Energielehre einrichten, verraten wir Ihnen hier.
23.01.2023, 16:12
Lesedauer: 5 Min
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Von Annika Häfermann

Feng Shui – was ist das eigentlich?

Feng Shui kennt jeder irgendwie – aber wie die Wohnräume genau nach der chinesischen Energielehre eingerichtet werden, wissen die Wenigsten. Dabei sind die Ergebnisse verheißungsvoll: Wer Haus und Garten nach den Prinzipien des Chi einrichtet, soll nach der Feng-Shui-Philosophie mit mehr Wohlbefinden, Energie, Reichtum und Liebe belohnt werden.

Was bedeutet „Feng Shui“?

Feng ist der Wind, Shui das Wasser. „Feng Shui“ ist die Bezeichnung einer jahrtausendealten Energielehre, die im heutigen China ihren Ursprung hat. Die Philosophie von Feng Shui kann auf die daoistische Harmonielehre zurückgeführt werden. Das traditionelle Feng Shui ist dabei viel mehr als ein Einrichtungstrend. Es geht bei Feng Shui darum, die Umgebung ins Gleichgewicht zu bringen. Wohnräume sollen so eingerichtet werden, dass das Chi, die Lebensenergie, ungehindert fließen kann.

Anhänger der Lehre richten nicht nur die Zimmer nach den Prinzipien des Feng Shui ein – auch die Architektur eines Hauses, die Landschaft und die Planung ganzer Städte kann nach Feng Shui gestaltet werden. In China wird Feng Shui schon seit über 3000 Jahren praktiziert. Feng Shui ist aber auch in den Kulturen Japans, Koreas und Vietnams fest verwurzelt. Im Westen ist Feng Shui vor allem als Einrichtungstrend bekannt.

Was bedeutet „Chi“?

Chi ist die universelle Lebensenergie nach dem fernöstlichen Glauben. Sie hat in verschiedene Kulturen Einzug gefunden. Die Inder nennen sie „Prana“, die Japaner „Ki“, die Koreaner „Gi“, die Tibeter „Lung“ und die Chinesen eben „Chi“ oder „Qi“. In daoistischen Philosophien ist das Chi die fließende Lebenskraft, die niemals versiegt. Sie ist immer im Fluss – bis zum Tod. Das Chi ist die tragende Kraft verschiedener Elemente – das Chi der Sonne lässt Pflanzen wachsen, das Chi der Erde trägt das Haus, ein ungehinderter Fluss von Chi im Körper sorgt für Ausgeglichenheit und Gesundheit.

In den westlichen Kulturen wurde das Chi etwa im 19. Jahrhundert aufgegriffen, wobei es vor allem in esoterischen Lehren – oder eben beim Einrichten nach Feng Shui – als Konzept verwurzelt ist. Beim Einrichten nach Feng Shui geht es vor allem darum, die Umgebung so einzurichten, dass das Chi einen harmonischen Fluss hat. Das Chi dringt durch Türen und Fenster ein und soll idealerweise in geschwungenen Bahnen verlaufen. Das soll zu mehr Wohlbefinden der Bewohner führen.

Was bedeutet Yin & Yang im Feng Shui?

Wind und Wasser, Yin und Yang – es geht um Gegensätze. Yin und Yang sind die zwei Gegenpole in der chinesischen Philosophie. Yin steht für Ruhe und Sanftheit, Yang für Bewegung und Härte. Bei der Einrichtung nach Feng Shui sollen Yin und Yang im Einklang stehen. Es soll eine Balance zwischen den Gegenpolen geschaffen werden – harte Materialien und geradlinige Formen (Yang) sollen sich mit geschwungenen Linien und weichen Materialien (Yin) abwechseln.

Was ist Bagua?

Das westliche Feng Shui wird auch Neo-Feng-Shui genannt. Es bezieht die Farbgestaltung, Kristalle, Düfte, Zimmerbrunnen und Windspiele in die Raumplanung mit ein. Die fünf Elemente werden in die Raumgestaltung nach Feng-Shui-Regeln integriert. Das Neo-Feng-Shui ignoriert dabei meist die Himmelsrichtungen und orientiert sich an Eingangstüren.

Eine Basis für die Raumgestaltung bietet das Bagua. Das Bagua ist ein Raster, das über ein Haus oder ein Zimmer gelegt werden kann. Es ordnet einem Zimmer neun Zonen und Farben zu. Das Kompass-Bagua orientiert sich an den Himmelsrichtungen, das gängigere 3-Türen-Bagua am Eingangsbereich.

Einrichten nach Feng Shui – das sind die wichtigsten Regeln

Diese Elemente sollten Sie für ein gutes Chi in Ihre Wohnräume integrieren:

Integrieren Sie alle fünf Elemente innerhalb eines Raumes: Holz, Erde, Feuer, Wasser und Metall. Stellen Sie beispielsweise einen kleinen Zimmerbrunnen oder ein Aquarium für das Element Wasser auf, platzieren Sie Pflanzen für das Element Holz an günstigen Stellen oder Deko-Elemente aus Naturmaterialien wie Ton für das Element Erde. Besonders Pflanzen verstärken die Lebensenergie Chi – es sei denn, sie werden nicht gut gepflegt und sterben.

Trennen Sie die Lebensbereiche: Eine Trennung der Wohnbereiche können Sie durch die strikte Unterteilung der Zimmer erreichen oder indem Sie die Bereiche in den Zimmern im Yin-Yang-Prinzip unterschiedlich einrichten. Die Arbeitsecke im Wohnzimmer kann beispielsweise mit kantigen Formen und harten Materialien gestaltet werden, das restliche Wohnzimmer dafür mit weichen Materialien und geschwungenen Möbeln und Dekoelementen. Das Kinderzimmer können Sie in drei Zonen unterteilen: eine Spielzone, eine Lernzone und eine Ruhezone.

Verwenden Sie Spiegel und Kristalle: Spiegel und Kristalle sorgen nach den Prinzipien des Neo-Feng-Shui dafür, dass das Chi in geschwungenen Bahnen durch die Wohnräume verläuft. Nur im Schlafzimmer sollten Sie sparsam mit Spiegeln umgehen – denn sie reflektieren das Chi ungünstig auf die Schlafenden.

Verabschieden Sie sich von toten Gegenständen: Die eingerahmte Schmetterlingssammlung oder der getrocknete Blumenstrauß sind aus der Sicht des Feng Shui ungünstig. Als tote Gegenstände sind sie der Gegensatz zur Lebensenergie Chi und wirken sich damit negativ auf diese aus.

Halten Sie Ordnung: In einem ordentlichen Zuhause kann Chi ungehindert fließen. Dazu gehört auch das Ausmisten von Gegenständen, die Sie nicht mehr benötigen. Trennen Sie sich von unnötigen Gegenständen für ein besseres Chi in Ihren Wohnräumen. Besonders den Arbeitsbereich sollten Sie für ein produktives Chi stets ordentlich halten. Die Mitte des Hauses oder eines Zimmers sollte frei bleiben. Denn hier sammeln sich die Energien.

Feng Shui im Schlafzimmer – so geht‘s

Beim Einrichten mit Feng Shui ist die Ausrichtung der Möbel von zentraler Bedeutung. Die Frage „Wie sollte das Bett stehen?“ ist für ein Schlafzimmer nach Feng Shui sehr wichtig.

Diese Regeln gelten für Feng Shui im Schlafzimmer:

  • Das Bett sollte mit dem Kopfende zu einer Wand stehen.
  • Vom Bett aus sollten Türen und Fenster im Blick sein, die Füße sollten jedoch nicht zur Tür zeigen.
  • Das Bett sollte nicht zwischen Türen und Fenstern oder gegenüber von zwei Fenstern stehen.
  • Das Bett sollte nicht an einer Wand mit Heizungsleitungen oder Wasserleitungen stehen.
  • Es sollte kein Spiegel auf das Bett gerichtet werden.
  • Neutrale, sanfte Farben wie Beige, Braun oder Mintgrün eignen sich für das Schlafzimmer.

Die richtigen Farben des Feng Shui

Richten Sie Ihre Wohnräume nach den Farben des Feng Shui ein, können Sie sich grob an den Farben des Bagua orientieren.

Im Trend liegen auch 2023 Naturfarben und warme Erdtöne, aber auch sanfte Gelbtöne und Grün. Nach dem Bagua kann die Zone für Freunde in der Trendfarbe des vergangenen Jahres - Very Peri – gehalten werden oder mit Dekoelementen in dieser Farbe dekoriert werden.

Für den Arbeitsbereich oder das Home Office bieten sich Natur- und Brauntöne an. Im Kinderzimmer können sich fröhliche, bunte Details mit neutralen Grautönen abwechseln. Mit aktivierenden Farben wie Blau, Schwarz, Gold und Silber sollten Sie dagegen keine Ruhezonen gestalten.

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