MTV Nautilus: Erlebnisspaziergang mit 80 Gästen / Vegesacker Matjesschluck bei schönem Sommerwetter Neue Infotafeln auf der Maritimen Meile

Vegesack. Die Strecke an der Vegesacker Strandpromenade zwischen Schulschiff Deutschland und der Spundwand der Bremer Bootsbau Vegesack (BBV) ist 1852 Meter lang - das entspricht genau einer nautischen Meile. Auf dieser Strecke wurden sechs Infotafeln vom Verein Maritime Tradition Vegesack Nautilus, kurz MTV Nautilus, aufgestellt und im Rahmen eines Erlebnisspaziergangs bei herrlichem Wetter eingeweiht.
08.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christoph Dierking und Marina Köglin

Vegesack. Die Strecke an der Vegesacker Strandpromenade zwischen Schulschiff Deutschland und der Spundwand der Bremer Bootsbau Vegesack (BBV) ist 1852 Meter lang - das entspricht genau einer nautischen Meile. Auf dieser Strecke wurden sechs Infotafeln vom Verein Maritime Tradition Vegesack Nautilus, kurz MTV Nautilus, aufgestellt und im Rahmen eines Erlebnisspaziergangs bei herrlichem Wetter eingeweiht.

80 Gäste hatten sich am Schulschiff eingefunden, darunter Mitarbeiter der Bremer Touristik-Zentrale, der Senatoren für Wirtschaft und Häfen sowie Bau und Umwelt (Denkmalschutz) und Mitglieder des Vegesacker Beirats. Nach der Begrüßung durch den Organisator des Rundganges, Dieter Meyer Richartz vom MTV Nautilus, enthüllten Birgit Benke und Egbert Heiß die erste der neu angebrachten Infotafeln. Die beiden Mitglieder vertraten den Arbeitskreis Maritime Geschichte, der die Tafeln nach einer Idee von Ekkehard Büge erdacht, konzipiert und ausgearbeitet hat.

Christof Steuer, ehemaliger Leiter des Bauamtes Bremen-Nord, erzählte von der Vegesacker Fischereigesellschaft, die mit der größten Loggerflotte Europas an dieser Stelle beheimatet war. Wulf Dominik, Geschäftsführer des Schulschiffs Deutschland, gab Erläuterungen zum "weißen Schwan der Unterweser". Schon nach wenigen Schritten erfolgte der nächste Stopp zwischen Nautilushaus und dem Hafenspeicher "Spicarium". Spicarium-Leiterin Christina Voigt lud die Gruppe zu einem Einblick in die Ausstellung ein. Gegenüber, am Nautilushaus, stellte der zweite Vorsitzende Günther Naujoks den Verein vor.

Auf dem Weg zum Hafenkopf wurden zwei weitere Infotafeln an der Mauer des Haven Höövts eingeweiht. Weiter ging es zur Seilzug-Klappbrücke, die zur Schau geöffnet wurde. Hier gaben einige Skipper der im Hafen beheimateten Schiffe Erläuterungen ab. Die Gastronomie an der Hafeneinfahrt begrüßte die Teilnehmer des Rundgangs mit einer "Vegesacker Pudelmütze" (Vegesacker Matjesschluck, gekrönt von Schwarzbrot, Matjes und Zwiebel). Die nächste Station war der Utkiek.

Vor dem extra aufgestellten Ruderhaus des MTV Nautilus tratschten Waschweiber bei der Arbeit; inszeniert von einer Gruppe des Hauswirtschaftsmuseums "Köksch un Qualm". Bernd de Reese trug sein selbst getextetes Lied "De Utkiek is de Midde vun de Welt" vor. Außerdem gab es einen Vortrag über Fischarten und das Feuerlöschboot beeindruckte auf der Weser mit Wasserspielen. Eine weitere Infotafel wurde am Fährhaus eingeweiht. An der Signalstation gab es "een Stück Butterkoken un en Tass Kaff".

Außerdem konnte hier die fünfte Tafel betrachtet werden. Einige Teilnehmer nutzten die Pause für einen Besuch in der Vernissage des Künstlers Thomas Recker in dessen Haus schräg gegenüber der Signalstation. Weiter ging es zum Schlepper Regina. Christof Steuer informierte über die Entstehung des Stadtgartens. Inzwischen kamen bereits die Schiffe für die Rückfahrt in Formation angefahren: "Vegebüdel", "Orion", "Kormoran" und "Georg Gleistein" schipperten zum Anleger der BBV, wo Horst Blohm die Gruppe begrüßte.

An der Spundwand wurde die letzte Informationstafel begutachtet, bevor zwecks Rückfahrt in den Vegesacker Hafen die Schiffe geentert wurden.

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