Bremen Neue Kooperationspartner für die Gemüsewerft

Bremen. Im ersten Gang Borschtsch und Rote-Bete-Tartar mit Ziegenfrischkäse und Leindotteröl. Danach Dreierlei Kürbis und zu guter Letzt Apfelsorbet und Möhrenküchlein.
23.09.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Neue Kooperationspartner für die Gemüsewerft
Von Milan Jaeger

Im ersten Gang Borschtsch und Rote-Bete-Tartar mit Ziegenfrischkäse und Leindotteröl. Danach Dreierlei Kürbis und zu guter Letzt Apfelsorbet und Möhrenküchlein. So liest sich die Speisekarte, wenn Luka Lübke mit Erzeugnissen der Gemüsewerft kocht. Auf den 2500 Quadratmetern, die das urbane Landwirtschaftsprojekt Gemüsewerft in Gröpelingen bewirtschaftet, gedeiht nämlich allerhand. Seit anderthalb Jahren betreibt die Gesellschaft für integrative Beschäftigung (GiB) die Gemüsewerft an der Basdahler Straße. Am Dienstag präsentierte die GiB zwei neue Kooperationspartner.

Der Geschäftsführer der GiB, Michael Scheer, freut sich besonders über den Hopfen „Das hat super geklappt.“ Dabei sei Hopfen eine sehr anspruchsvolle Pflanze. Die erste Ernte hat für 5000 Liter Bier gereicht, berichtet Scheer. 5000 Liter Hopfenfänger – einem Bier der Bremer Braumanufaktur, die den Hopfen der Gemüsewerft verarbeitet. Die übrigen Erzeugnisse der Gemüsewerft landen neuerdings auch auf den Tellern im Canova, dem Restaurant in der Bremer Kunsthalle, und im Jon-Luk Am Wall. Marius Keller (Canova) und eben Luka Lübke (Jon-Luk) stehen dort hinter den Töpfen. Beide wollen mit ihrer Art des Kochens einen Bezug zur Region herstellen. Bisher kamen die Erzeugnisse der Gemüsewerft nur im Café Brand auf den Tisch, das von der GiB betrieben wird. Die GiB beschäftigt Menschen „mit eingeschränkter Erwerbsbefähigung“, wie es in einer eigenen Darstellung heißt. Auf der Gemüsewerft, im Café Brand und im Schulkiosk am Waller Ring arbeiten also Menschen, die psychisch krank sind oder geistig eingeschränkt. Für sie schafft die GiB Einsatzorte, an denen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten arbeiten können. Das nächste Vorhaben des Urban-Gardening-Projekts sind Pilze. „Wir wollen in dem Bunker an der Basdahler Straße Pilze züchten“, erzählt Scheer.

Weitere Informationen unter www.gemuesewerft.de und unter www.biostadt.bremen.de.

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