Neue S-Bahn-Haltestelle

Die Bahn hält an der Achterstraße

Die umstrittene, neue S-Bahn-Haltestelle auf der Strecke nach Hamburg nahe der Bremer Universität soll an der Achterstraße eingerichtet werden. Das hat der Senat beschlossen.
03.06.2020, 05:00
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Die Bahn hält an der Achterstraße
Von Pascal Faltermann
Die Bahn hält an der Achterstraße

An der Achterstraße wird es einen neuen S-Bahn-Haltepunkt geben.

Petra Stubbe

Es ist beschlossene Sache: Züge, die auf der Strecke Bremen-Hamburg fahren, sollen an der Achterstraße halten. Dort soll ein S-Bahn-Haltepunkt für die Universität eingerichtet werden. Das hat der Bremer Senat am Dienstag beschlossen. Der ebenfalls vorgeschlagene und untersuchte Standort Otto-Hahn-Allee werde nicht weiterverfolgt, heißt es in einer Pressemitteilung der Verkehrsbehörde. Die Entscheidung ist umstritten: Die Handelskammer sieht dadurch Chancen für den Technologiepark als vertan an.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren laut Verkehrsressort die erwarteten Baukosten, die Verknüpfung mit städtischen Linien des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) und die bessere Anbindung zu Wohngebieten. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt sei der Zeitraum bis zur ersten Nutzung. Das Ressort für Mobilität, Umwelt und Stadtentwicklung hatte diese Entscheidung bereits Ende Februar im Beirat Horn-Lehe vorgestellt.

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„Der Standort Achterstraße hat deutliche Vorteile. Dort existiert mit der Straßenbahnlinie 6 bereits eine direkte Verknüpfung zum ÖPNV. Rad- und Fußwege sind dort ebenfalls sehr gut ausgebaut„, sagt Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) zu dem aktuellen Senatsbeschluss. Mit der Nähe zu Schwachhausen und Horn-Lehe werde zudem eine bessere Anbindung an Wohngebiete erreicht und damit auch eine höhere Wirtschaftlichkeit durch mehr Fahrgastpotenziale. “Und – das sage ich offen und ehrlich – mit dem Standort Achterstraße schützen wir ein intaktes Kleingartengebiet, das für die Stadt eine wichtige ökologische Funktion hat“, betont die Verkehrssenatorin.

Bei der Entscheidung über den Bau eines Haltepunktes an den Standorten Achterstraße sowie Otto-Hahn-Allee seien zahlreiche Gegebenheiten berücksichtigt worden, heißt es aus der Behörde. Da eine Querung der Eisenbahnstrecke Hamburg–Bremen durch die Strecke der Straßenbahnlinie 6 und einen daneben liegenden Fuß- und Radweg bereits gegeben sei, fielen die Baukosten bei der Achterstraße deutlich geringer aus.

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Auch eine Verknüpfung mit dem Straßenbahn- und Busnetz könne bei der Achterstraße zu deutlich geringeren Kosten als bei der Variante B realisiert werden. Eine Anpassung des Bus- und Straßenbahnnetzes sei nicht erforderlich. Und: „Die Linie 6 ist heute teilweise überlastet, sodass auch den Buslinien 21 und 31 eine wichtige Aufgabe bei der Anbindung der Universität an den neuen Haltepunkt zukommt“, heißt es in der Mitteilung.

Der Standort Otto-Hahn-Allee liege fußläufig zwar etwa 300 Meter näher am zentralen Bereich der Universität als die Achterstraße, allerdings erschließe diese derzeit eine deutlich größere besiedelte Fläche als die Otto-Hahn-Allee, teilt das Verkehrsressort mit. Auch die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 zur Universität sei weiterhin möglich.

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