Kunst-Fabrik wird als Verein weitergeführt / Vera Schöttler findet elf Mitglieder

Neuer Anlauf

Der Verein soll "Marßeler Kunst-Fabrik" , kurz Makufa e.V. heißen. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen durch heilpädagogische Angebote und Kunstkurse ist der Vereinszweck. Elf Mitglieder gibt es schon, die Satzung ist fertig, ein Vorstand ausgeguckt – nächste Woche wird der Verein gegründet.
31.01.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sylvia Wörmke
Neuer Anlauf

Kunsttherapeutin Vera Schöttler hat elf Mitstreiter gefunden, die mit ihr zusammen den Verein Marßeler Kunst-Fabrik gründen wollen.

Christian Kosak

Der Verein soll "Marßeler Kunst-Fabrik" , kurz Makufa e.V. heißen. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen durch heilpädagogische Angebote und Kunstkurse ist der Vereinszweck. Elf Mitglieder gibt es schon, die Satzung ist fertig, ein Vorstand ausgeguckt – nächste Woche wird der Verein gegründet.

Burgdamm. Für die Kunsttherapeutin und freischaffende Künstlerin Vera Schöttler ist die Vereinsgründung eine große Erleichterung. Nun hat sie Menschen an ihrer Seite, die sie dabei unterstützen, Projekte in der Kunst-Fabrik anbieten zu können. Ausländische und deutsche Kinder, Schüler und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sollen durch heilpädagogische Angebote und andere Kunstkurse gefördert werden. Das ist der Zweck des Vereins "Marßeler-Kunst-Fabrik e.V." (Makufa).

Die Künstlerin hatte vor Jahren die Idee, die frühere Holzfabrik an der Stader Landstraße 64 als Kunst-Fabrik zu nutzen. Seit fast fünf Jahren arbeiten Künstler verschiedener Stilrichtungen und Kunsthandwerker unter einem Dach und stellen ihre Arbeiten aus. Die 56-Jährige hat hier auch ihr Atelier und finanziert ihren Lebensunterhalt mit Kursen und Bildverkäufen.

In den vergangenen fünf Jahren hat sie zudem Integrationsprojekte und andere Projekte für Kinder entwickelt, um sie an Kunst heranzuführen. Die Beantragung und Abrechnung von Fördergeldern für diese Projekte seien aber immer ein Riesenaufwand gewesen. Sie gesteht sich auch ein, dass die Honorierung eher eine Aufwandsentschädigung gewesen sei, zumal Miete für die Räume und das Material auch bezahlt werden müssten.

Bürokratische Hindernisse

Es gab bei den Kinderprojekten und Konzepten immer das Problem der Finanzierung oder bürokratische Hindernisse, wenn sie mit dem Amt für soziale Dienste oder Sozialressort arbeiten wollte, erzählt sie. "Als Privatperson gibt es für mich immer das Problem der Abrechnung. Darum hat es bisher nicht geklappt, dass sie und die Heilpädagogin Sabine Grages im Auftrag des Amtes heil- und kunsttherapeutische Angebote für Kinder in der Kunst-Fabrik unterbreiten können. "Das geht nicht. Sie brauchen einen Träger", erläutert die Vera Schöttler.

Das brachte sie dazu, nach fast fünf Jahren Kunst-Fabrik – im Juni 2008 war die erste Ausstellung im Haus – Bilanz zu ziehen, zumal sie und ihr Lebensgefährte Oliver Meier "viel Geld in die Kunst-Fabrik gesteckt haben". Sie habe daran gedacht, sie aufzulösen. Vera Schöttler nahm einen neuen Anlauf und fand elf Mitstreiter für einen Verein, um die Arbeit in der Kunst-Fabrik abzusichern.

Unter anderem ergeben sich durch einen gemeinnützigen Verein nach Auffassung der Mitglieder ganz andere Möglichkeiten, um Gelder einzuwerben und Sponsoren für die Kinderprojekte zu interessieren. Auch die Abrechnung als Träger dieser Angebote eröffnet neue Horizonte.

Die Mitstreiter kommen aus unterschiedlichen Berufen, arbeiten im Kinder- und Jugendbereich oder haben es bis zum Ruhestand getan. "Sie haben aber alle einen Draht zur Kunst", sagt Kristin Grünewald, die sich wie die anderen ehrenamtlich engagieren will. Von ihnen werden Projekte betreut. Geplant ist zum Beispiel für Kinder im Grundschulalter in den Osterferien ein Projekt zum Kreativsein, und am 23. März wird der Verein ein Frühlingsfest veranstalten.

Die Vereinsmitglieder in spe treffen sich Dienstag, 5. Februar, ab 19.30 Uhr in der Kunst-Fabrik, Stader Landstraße 64. Interessierte sind willkommen.

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