Neuer Rektor Neuer Chef für 1200 Schüler

Axel Herzig hat als Nachfolger von Hermann Pribbernow die Leitung des Kippenberg-Gymnasiums in Bremen-Schwachhausen übernommen.
02.03.2019, 08:14
Lesedauer: 3 Min
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Neuer Chef für 1200 Schüler
Von Detlev Scheil

Sein Fazit nach den ersten Monaten als Leiter des Kippenberg-Gymnasium fällt positiv aus: „Diese Schule ist gut aufgestellt, und sie zeichnet sich durch beeindruckende Vielfalt und ein hohes Niveau aus“, sagt Axel Herzig im Gespräch mit dem STADTTEIL-KURIER. Der 46-jährige Mathematik- und Chemielehrer hat zu Beginn des aktuellen Schuljahrs 2018/19 die Nachfolge von Hermann Pribbernow angetreten, der in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Den Betrieb im großen Gymnasium an der Schwachhauser Heerstraße kennt der gebürtige Bremer längst aus dem Effeff. Denn bereits seit vier Jahren ist er an der Schule und wirkte zunächst als Oberstufenleiter. Nun ist er der Chef von rund 1200 Schülern und 120 Lehrkräften. Zuvor hatte Herzig ab 2004 acht Jahre am Gymnasium Hamburger Straße unterrichtet und anschließend drei Jahre an der Oberschule Ronzelenstraße gearbeitet.

Aufgewachsen in der Vahr, hatte Axel Herzig sein Abitur am Alten Gymnasium gemacht. Die Schule gefiel ihm, er fand dort nach eigenen Angaben vor, was für ihn eine gute Schule ausmache. Ähnlich sei es jetzt am Kippenberg-Gymnasium. Und die stetig hohen Anwahlzahlen belegen für Herzig den hohen Standard. Nach dem Abitur leistete Herzig seinen Zivildienst im Kindergarten der Schule für Hörgeschädigte an der Marcusallee ab. Das Lehramtsstudium absolvierte er in Göttingen, zur Promotion im Fach Chemie wechselte er mit seinem Doktorvater zur Universität Freiburg. In Baden-Württemberg verbrachte Axel Herzig auch die Referendariatszeit. Doch es zog ihn wieder zurück in den Norden, und es klappte mit der Bewerbung nach Bremen.

Als der Chefposten am Kippenberg-Gymnasium frei wurde, reizte es ihn, die Schule in einer verantwortlichen Position mitzugestalten. Zumal ihm die Schulcharakteristik zusagte. Es gibt Klassen mit Kunst- oder Musik-Schwerpunkt, in denen mehr Kunst- beziehungsweise Musikunterricht vorgesehen ist als in einer regulären Klasse. Die regelmäßige große Musicalproduktion, wie zuletzt kürzlich „Titanic“, ist einerseits ein Kraftakt, andererseits aber auch eine Gemeinschaftsleistung, die alle Beteiligten zusammenschweißt und ihnen viel Lob der Musical-Besucher einbringt.

Zudem ist das Kippenberg-Gymnasium eine Mint-Schule, sodass die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik weitere Schwerpunkte darstellen. „Aber auch Fremdsprachen sind an unserer Schule sehr wichtig“, betont Herzig. Ab Klasse 5 lernen Schüler Englisch, in Klasse 6 kann zwischen Latein und Französisch gewählt werden, und ab Klasse 8 kann als Wahlpflichtkursus Spanisch hinzukommen.

Die Teilnahme an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ hat am Kippenberg-Gymnasium zwar Tradition, doch Herzig möchte sie noch weiter ausbauen und hat zusammen mit Katja Kovriguina die Leitung einer Arbeitsgemeinschaft forschender Schüler übernommen, die derzeit etwa 15 Teilnehmende hat. Das Reizvolle bei „Jugend forscht“ ist nach seiner Meinung das forschende Entdecken, das im Unterricht häufig zu kurz komme. „Das eigentlich Spannende ist, wenn sich die Schüler selber eine Fragestellung geben und versuchen, zu einer Lösung zu kommen.“ Am Gymnasium Hamburger Straße hatte Herzig die dortige AG „Jugend forscht“ maßgeblich aus der Taufe gehoben.

Das WLAN funktioniert laut Herzig zwar einigermaßen im Kippenberg-Gymnasium, aber die digitale Ausstattung lasse insgesamt noch zu wünschen übrig. Dank des kürzlich in Berlin beschlossenen Digitalpakts rechnet auch das Kippenberg-Gymnasium mit einem Ausstattungsschub – doch wie viel genau ankommt, ist noch ungewiss. Bislang seien nur einige Räume mit Beamer oder Whiteboard ausgestattet, was es schwer macht, einen Einsatz der Medien vorauszuplanen.

Seit etwa einem halben Jahr besteht am Kippenberg ein Ausschuss „Digitale Schule“, in dem auch Eltern mitwirken und der alle Aspekte des Themas behandelt. Axel Herzig: „Es geht ja nicht nur um die Ausstattung, sondern auch darum, wie und wofür digitale Medien pädagogisch sinnvoll genutzt werden.“

Bei all der Unterrichtsvorbereitung, der Organisation des Schullebens und den Pflichten als verheirateter Familienvater mit drei Kindern bleibt dem Borgfelder wenig Zeit, in seiner Freizeit Hobbys nachzugehen. Er ist allerdings seit Langem begeisterter Schwimmer und engagiert sich als ehrenamtlicher Jugendwart beim Bremischen Schwimmverein.

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