Klinikum Links der Weser

Neuer Forschungsprofessor vorgestellt

Harm Wienbergen ist Leiter des Instituts für Herz- und Kreislaufforschung der Stiftung Bremer Herzen - und nun auch Bremens Stiftungsprofessor für die Erforschung und Prävention von Herzerkrankungen.
22.02.2017, 18:32
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Neuer Forschungsprofessor vorgestellt
Von Sabine Doll
Neuer Forschungsprofessor vorgestellt

Harm Wienbergen wurde zum Stiftungsprofessor am Herzzentrum Bremen berufen.

Koch

Harm Wienbergen ist Leiter des Instituts für Herz- und Kreislaufforschung der Stiftung Bremer Herzen - und nun auch Bremens Stiftungsprofessor für die Erforschung und Prävention von Herzerkrankungen.

„Leider gibt es bei der Vorbeugung und Verminderung von Risikofaktoren für einen Herzinfarkt zu wenig Aufmerksamkeit im öffentlichen und wissenschaftlichen Bereich.“ Der Mann, der dies sagt, heißt Harm Wienbergen. Er ist Herzspezialist am Klinikum Links der Weser (LDW), Leiter des Instituts für Herz- und Kreislaufforschung der Stiftung Bremer Herzen – und nun auch Bremens einziger Stiftungsprofessor für die Erforschung und Prävention von Herzerkrankungen. Der WESER-KURIER hatte Anfang Februar darüber berichtet, dass die Professur von der Bremer Stiftung in Kooperation mit der Universität Lübeck ins Leben gerufen wurde. Am Mittwoch wurde Wienbergen offiziell von dem Stiftungsvorsitzenden, Chefarzt Rainer Hambrecht, vorgestellt.

Das Besondere: Normalerweise gibt es medizinische Professuren nur in Städten mit Universitätskliniken. „In Studien wollen wir erforschen, wie die Behandlung von Herzerkrankungen, aber auch die Vorbeugung optimiert werden kann“, betont Wienbergen. Ein Schwerpunkt sei das Thema Herzinfarkt: In Bremen erleiden ihn deutlich mehr Menschen als in anderen Bundesländern. Der 46-jährige Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie arbeitet seit fünf Jahren am LDW, zuvor war er zehn Jahre am Herzzentrum Heidelberg-Ludwigshafen tätig.

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Für die Bremer Stiftung hat er bereits mehrere Studien geleitet. Dazu zählt das bundesweit größte Herzinfarktregister, in dem Daten von über 8000 Patienten gespeichert sind. „In einer weiteren Studie wurde untersucht, wie Patienten von einer besonders engen Nachsorge nach einem Infarkt profitieren“, so Wienbergen. „Die Ergebnisse werden im April auf einem Kongress vorgestellt und sind sehr vielversprechend.“

Im nächsten Projekt will der Kardiologe untersuchen, wie effektiv eine telemedizinische Patientenbetreuung, etwa über Online-Schulungen, zur Vorbeugung eines erneuten Infarkts sein kann. „Die Einrichtung der Stiftungsprofessur ist eine Chance, die kardiologische Forschung in Bremen voranzutreiben, die neuesten Methoden hierher zu holen und den Wissenschaftsstandort Bremen zu stärken“, betont Wienbergen. „Außerdem machen wir Bremen attraktiv für junge Mediziner, die hier nun auch eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen können.“

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