Blumenthal Neuer Plan für das Blumenthaler Zentrum

Blumenthal. 'Es gibt Veränderungsbedarf' - Reimund Kasper, Sprecher der SPD-Abgeordnetengemeinschaft Bremen-Nord, bringt auf den Punkt, was den sozialdemokratischen Abgeordneten bei ihrem Spaziergang durch Blumenthal auffiel.
01.09.2010, 06:00
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Von Friedrich Caron-Bleiker

Blumenthal. 'Es gibt Veränderungsbedarf' - Reimund Kasper, Sprecher der SPD-Abgeordnetengemeinschaft Bremen-Nord, bringt auf den Punkt, was den sozialdemokratischen Abgeordneten bei ihrem Spaziergang durch Blumenthal auffiel. Und sie haben Ideen, was zu tun ist, um Bremens nördlichsten Stadtteil wieder nach vorn zu bringen. Ein Beispiel: Das Areal 'Mühlenstraße' sollte als Sanierungsgebiet komplett erneuert werden.

Mit Ideen für Blumenthal war der Ortsverein der SPD vor Monaten an die Öffentlichkeit getreten (wir berichteten). Nun haben sich sozialdemokratische Abgeordnete aus Bürgerschaft und Beirat vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Der Spaziergang führte sie vom Blumenthal Center über die Bahrsplate, die George-Albrecht-Straße, weiter über die Mühlenstraße, Blumenthaler Marktplatz und Ständer zum Gelände der Bremer Woll-Kämmerei (BWK).

Max Liess, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion: 'Wir stellen uns die Frage: Hat die Mühlenstraße noch eine Perspektive als Ortszentrum? Der Einzelhandel wandert ab, jedes zweite Gebäude weist einen Leerstand aus.' Viele Initiativen bis in die jüngste Zeit haben sich an der Frage abgearbeitet: Wie ist die Geschäftstätigkeit im Ortszentrum neu zu beleben? Doch die SPD bewegt sich jetzt auf neuen Pfaden. 'Es hat ein Umdenken stattgefunden. Wir wollen da was Neues haben', beschreibt Ortsamtsleiter Peter Nowack den Lernprozess

seiner Partei. Modell könnte die Entwicklung des Quartiers um die Straße Wilmannsberg in Vegesack stehen. Hier ist es gelungen, ein neues, qualitativ hochwertiges Wohngebiet zu planen und Wirklichkeit werden zu lassen.

Ist eine solche Entwicklung auch für die Mühlenstraße denkbar? Die SPD sagt: Ja! Zwar leide Blumenthal auch unter Resignationstendenzen, wie Björn Tschöpe, der Chef der SPD-Bürgerschaftsfraktion, festgestellt hat. Doch am Ende stelle sich immer wieder heraus: 'Die Blumenthaler packen zu', sagt Margitta Schmidtke, Bürgerschaftsabgeordnete aus Rönnebeck. Als Beispiel seien nur die Rettung des Freibads und die ehrenamtliche Fortführung der Stadtteilbibliothek genannt.

Ein erster Schritt in die Richtung Umbau des Quartiers an der Mühlenstraße könnte die Kennzeichnung des sehr eng beschriebenen Areals 'Mini-WiN'-Gebiet darstellen - so könnten dortige Projekte aus dem Topf 'Wohnen in Nachbarschaften' gefördert werden. Wenn das Quartier den Status eines, sehr genau eingeschränkten, Sanierungsgebiets erlangen könnte, stünde ein Instrumentarium zur Verfügung, das den Umbau erleichtern könnte.

Reimund Kasper ist optimistisch, was die Attraktivität eines Wohngebiets Mühlenstraße angeht: 'Schauen Sie sich die Umgebung an. Weser, Bahrsplate, Wätjens Park, der Haltepunkt der Nordwestbahn direkt vor der Haustür! Von allen Stadtteilen hat Blumenthal mit das größte Potenzial.' Und Nowack ergänzt: 'Das Potenzial muss gehoben werden!'

Die Situation am Vegesacker Bahnhof ist ein weiteres Thema für die SPD. Modell für eine Umgestaltung soll, so Max Liess, der Bahnhof Burg sein, mit seiner für die Fahrgäste praktischen Anordnung des Schienen- und Busverkehrs. Außerdem sollte die BSAG, meint Björn Tschöpe, die Abfahrtszeiten der Busse an den Fahrplan der Farge-Vegesacker Eisenbahn angleichen.

Dass dies alles nicht von heute auf morgen zu verwirklichen ist, wissen auch die Sozialdemokraten. Margitta Schmidtke: 'Blumenthal hat gelernt, dass alles seine Zeit braucht.'

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