Katholische Gemeinde

Neuer Propst für Bremen

Mit dem Weggang von Martin Schomaker nach Osnabrück, übernimmt nun Bernhard Stecker das Amt als Propst für Bremen.
04.09.2019, 20:45
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Neuer Propst für Bremen
Von Pascal Faltermann
Neuer Propst für Bremen

Der neue Propst für Bremen, Bernhard Stecker, wird Pfarrer der Propsteigemeinde St. Johann.

Roland Scheitz

Bernhard Stecker heißt der neue Propst für Bremen und Pfarrer der Propsteigemeinde St. Johann. Der 54-Jährige trat jetzt sein Amt an, wie Daniel Meier, Sprecher des katholischen Gemeindeverbandes in Bremen, am Mittwoch bekannt gab. Stecker wird damit Nachfolger von Martin Schomaker, der mehr als zehn Jahre als Propst in Bremen tätig war, und nun als Pfarrdechant nach Osnabrück wechselte.

Stecker übernimmt wie sein Vorgänger zugleich die Funktion des Dechants des Dekanats Bremen und als Leiter des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen und des Katholischen Büros Bremen. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und viele neue Begegnungen“, wird der Geistliche in einer Pressemitteilung zitiert.

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Am Sonntag, 8. September, wird Bremens neuer Propst im Rahmen eines Gottesdienstes um 15 Uhr in der Propstei St. Johann vom Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe feierlich eingeführt. Stecker war zuletzt Pfarrer und Stadtdechant in Osnabrück (2014-2019), zuvor Dechant des Dekanates Osnabrück-Nord (2007-2014) und Pfarrer in Ostercappeln (2002-2014). Geboren 1964 im emsländischen Meppen und aufgewachsen in Hannover (1970-1984) machte er 1983 sein Abitur am Ratsgymnasium Hannover und studierte nach dem Wehrdienst von 1984 bis 1990 in Frankfurt St. Georgen und Rom katholische Theologie. Es folgte von 1990 bis 1994 sein Promotionsstudium in München und 1994 der Eintritt in das Priesterseminar Osnabrück. Im Dom von Osnabrück wurde Bernhard Stecker am 1. April 1995 zum Diakon und am 16. Mai 1996 zum Priester geweiht.

„Ein Anliegen ist mir immer schon die seelsorgliche Begleitung von Menschen in Grenz- oder Übergangssituationen“,sagt Stecker. Ebenso liege ihm die Förderung karitativer Initiativen und der Aufbau beziehungsweise die Begleitung einer sozial ausgerichteten Pastoral am Herzen. Wichtig seien ihm zudem ökumenische Aktivitäten und Kontakte sowie die Vernetzung mit dem politischen Bereich und anderen gesellschaftlichen Trägern. Zahlreiche Pilgerreisen führten Stecker nach Rom und ins Heilige Land.

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Bremens langjähriger Propst Martin Schomaker wurde Ende Juni verabschiedet. Wegbegleiter aus Politik und verschiedenen Religionsgemeinschaften würdigten den 56-Jährigen für sein Engagement für die Ökumene. Schomaker vertrat öffentlich progressive Thesen zu einem Wandel in der katholischen Kirche – etwa im Umgang mit dem Zölibat. So sagte er in einem Interview mit dem ­WESER-KURIER: „Das Zölibat ist nicht in Stein gemeißelt. Es braucht eine Debatte ohne Denkverbote und Ängste, um das Thema zu klären.“

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