Anbau eröffnet dem Mütterzentrum Blockdiek zusätzliche Möglichkeiten / Fröhliches Familienfest Neuer Treffpunkt im Jülicher Weg

Blockdiek. Auf der Wiese am Jülicher Weg ist schwer was los: Einige Kinder testen den Fußfühlpfad der Umwelt-Lernwerkstatt (ULE), der Clown Beppo chauffiert die kleinen Besucher des Kinder- und Familienfestes "Kinder in Aktion" auf seiner Eisenbahn durch das Gelände. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen weihten bei dem vierten Kinder- und Familienfest den neuen Anbau des Mütterzentrums Blockdiek ein.
22.08.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Elisabeth Schmidt

Blockdiek. Auf der Wiese am Jülicher Weg ist schwer was los: Einige Kinder testen den Fußfühlpfad der Umwelt-Lernwerkstatt (ULE), der Clown Beppo chauffiert die kleinen Besucher des Kinder- und Familienfestes "Kinder in Aktion" auf seiner Eisenbahn durch das Gelände. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen weihten bei dem vierten Kinder- und Familienfest den neuen Anbau des Mütterzentrums Blockdiek ein.

Der zehnjährige Lucas steckt schon fast mit seinem ganzen Kopf in dem Wasserbottich und versucht, nur mit dem Mund einen der vielen Äpfel herauszufischen. Sein Freund Jonas hat schon einen erwischt und kennt einen kleinen Trick beim Apfelfischen: "Ich habe meinen am Stiel herausgezogen", verrät der Zehnjährige aus Blockdiek und feuert Lucas weiter an. Aber der hat auch ohne den Stieltrick einen Apfel erwischt.

Clown Beppo ist beliebt

Die beiden sind schon eine Runde mit dem Clown Beppo und seiner Eisenbahn um den Pudding gefahren. "Und jetzt wollen wir noch mal in die andere Richtung fahren", sagt Lucas. Als Clown Beppo gerade wieder von seiner Tour zurückkommt, bildet sich eine große Traube voller Kinder um das tuckernde Mobil, vor lauter Kindern ist die kleine Eisenbahn schon nicht mehr zu sehen. Beppo trägt eine regenbogenfarbene, lockige Perücke unter seinem Hut, und die rote Nase darf auch nicht fehlen. Bevor er wieder losfährt verteilt er eine Runde Bonbons.

Die Kinder, die noch auf die nächste Fahrt warten müssen, testen in der Zwischenzeit den Fußfühlpfad der ULE. Frank Weber und Lina Stahnke von der Umweltlernwerkstatt führen die Kinder barfuß auf dem Pfad durch die unterschiedlich gefüllten Boxen. Jedes Kind bekommt eine Schlafmaske - Frank Weber trägt schon selbst eine zur Demonstration - oder muss zumindest die Augen zumachen und nur durch die Füße fühlen, auf welchem Material es gerade läuft.

Heu oder Stroh?

Die fünfjährige Anita Husch stolpert zwar etwas über die Boxen, aber die Inhalte hat sie trotzdem schnell identifiziert. Bei den beiden letzten Materialien wird es etwas schwierig, zwischen Stroh und Heu zu unterscheiden. "Wir wollen den Kindern die Natur näherbringen, und das ist der Teil, bei dem wir den Kindern auch etwas vermitteln können", sagt Frank Weber.

Lina Stahnke erklärt derweil Anita, dass das etwas weichere das Heu ist, was die Pferde zu fressen bekommen, und das andere das Stroh, auf dem sie liegen. Anita ist zusammen mit ihrer Mutter Olga Husch zum Kinder- und Familienfest gekommen und beide nehmen sich gleich noch ein neues Programmheft von der ULE mit.

Über der Wiese am Jülicher Weg schweben große Seifenblasen, Natalia und Angelika stehen am Seifenblasenstand und pusten die glänzenden Seifenblasen in die Luft. "Die werden wirklich riesengroß", sagt die zehnjährige Natalia aus Blockdiek. "Wir waren schon an dem Stand, wo man Bälle mit Wasserpistolen abschießen kann", sagt ihre Freundin Angelika. Während die Kinder draußen die vielen Angebote erkunden, schauen sich die Eltern den neuen Anbau des Mütterzentrums an und staunen über die Geräumigkeit. Zur offiziellen Eröffnung des neuen Anbaus singt ein kleiner Kinderchor vom Kulturtreff Blockdiek ein Lied über die großen Dinosaurier.

Der neue Anbau wurde von der Gewoba und der Stiftung Dr. Heines finanziell unterstützt. Der Anbau hat 100 000 Euro gekostet, 30000 Euro sind als Impulsmittel von der Stadt Bremen gesponsert worden, und die restlichen Kosten haben die Gewoba und die Dr. Heines Stiftung übernommen. "In Blockdiek gibt es nicht viele soziale Einrichtungen, und das Mütterzentrum ist eines der wichtigsten hier", sagt Ralf Schumann, der Geschäftsbereichsleiter der Gewoba. "Das Mütterzentrum ist eine tolle Einrichtung, und man sieht ja auch, wie das hier angenommen wird", bekräftigt auch Wolfgang Heines von der Dr. Heines-Stiftung.

Astrid Ziemann, die Geschäftsführerin vom Mütterzentrum Blockdiek, ist froh über die neuen Räume: "Wir hatten vorher nur einen kleinen Raum von 20 Quadratmetern, in dem wir Deutschkurse mit Frauen gemacht haben, jetzt haben wir einen vernünftigen Gruppenraum, und der Treffpunktcharakter ist mehr in den Mittelpunkt gerückt."

Weitere Informationen über das Mütterzentrum Blockdiek, Kölner Straße 2, Eingang: Jülicher Weg, gibt es im Internet auf der Seite

www.muetterzentrum-blockdiek.de oder unter Telefon 4379340. Das Büro ist geöffnet von montags bis donnerstags, 9 bis 15 Uhr, und freitags von 9 bis 13 Uhr.

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