Not-Unterkunft und Behörden in einem Haus Neues Ankunftszentrum für Flüchtlinge

Bremen hat jetzt ein zentrales Ankunftszentrum für Flüchtlinge. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen ist die frühere Konzernzentrale der Vulkanwerft offiziell für die neue Nutzung eröffnet worden.
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Von Sylvia Wörmke

Das Land Bremen hat jetzt ein zentrales Ankunftszentrum für Flüchtlinge. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wurde die frühere Konzernzentrale der Vulkanwerft am Freitag von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) offiziell für die neue Nutzung eröffnet.

In der Lindenstraße 110 in Vegesack sind nun eine Notunterkunft für Flüchtlinge, das Bundesamt für Migration, das Jobcenter, die Zentrale Aufnahmestelle und das Gesundheitsamt untergebracht. Stahmann: „Wir haben hier ein sehr gutes Ankunftszentrum für Menschen geschaffen, die in Not sind.“

In dem neuen Zentrum sind alle Leistungen für Asylbewerber und eine Notunterkunft für Flüchtlinge zusammengefasst. Das 1975 gebaute Gebäude ist in drei Flügel unterteilt. Die Notunterkunft, die von der Arbeiterwohlfahrt als Träger betreut wird, ist von den Behördenbereichen räumlich getrennt. Zurzeit leben hier 200 Menschen. Bis zu 750 können aufgenommen werden.

Sanierung hat neun Monate gedauert

Stahmann sagte bei der Eröffnungsveranstaltung, täglich kämen bis zu 30 Personen in die Erstaufnahmestellen des Landes. „In diesem Jahr waren es bisher 3000.“ Bis zum Jahresende wird mit 3200 Menschen gerechnet, die in Bremen Zuflucht suchen. Die Senatorin geht von einem weiteren Anstieg der Zahlen aus, weil jetzt die Programme und Abkommen mit europäischen Ländern anliefen. Wegen des neuen Angebots in Vegesack sollen die anderen Erstaufnahmestellen in Bremen nach und nach abgebaut werden, wie Bernd Schneider, Sprecher der Sozialsenatorin, am Rande der Veranstaltung erläuterte. Dazu gehören das Bundeswehrhochhaus und die Unterkünfte auf dem Brinkmann-Gelände.

Vor einem Jahr kaufte die Bührmann-Gruppe den früheren Verwaltungskomplex der Werft. Seitdem waren die Handwerker am Werk. Theo Bührmann, der mit seinem Sohn an der Eröffnung teilnahm, zeigte sich zufrieden und stolz, dass die Sanierung in nur neun Monaten geschafft wurde. Gut 20 Millionen Euro hat die Investorengruppe für Kauf und Umbau der Immobilie investiert, die sie an die Stadt Bremen für zunächst zehn Jahre vermietet.

Die Investorengruppe war auch für den Umbau zuständig, der sich aufgrund des Baus aus den 70er-Jahren nicht einfach gestaltete. Unter anderem mussten 263 Tonnen belastetes Material entsorgt werden. In Spitzenzeiten waren bis zu 100 Handwerker auf der Baustelle. 20.000 Arbeitsstunden kamen zusammen.

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