Sternengucker müssen warten Neues Planetarium für Bremen steht in den Sternen

Der Leiter des Bremer Planetariums setzt sich für eine neue, größere Sternenkuppel ein. Doch noch ist offen, ob seine Pläne umgesetzt werden können.
27.01.2020, 19:38
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Neues Planetarium für Bremen steht in den Sternen
Von Sara Sundermann

Noch ist unklar, ob der Vorschlag, Bremen sollte ein neues, größeres Planetarium bekommen, umgesetzt werden könnte. Und bis sich mehr herauskristallisiert, ob ein solcher Plan umgesetzt werden könnte, dürfte noch einige Zeit vergehen. Der Leiter des Olbers-Planetariums, Andreas Vogel, setzt sich dafür ein, dass Bremen ein neues Planetarium bekommt, das größer und moderner ist. Die bisherige Sternenkuppel sei zu klein, um dem gewachsenen Besucherinteresse nachzukommen, die Technik sei in die Jahre gekommen, so der Leiter (wir berichteten).

Doch was sagen die Stadt und mögliche andere Kooperationspartner zu den Plänen? Ein Planetarium könne aus touristischer Sicht im Grundsatz ein attraktives Angebot für Bremen darstellen, sagt Kai Stührenberg, Sprecher der Bremer Wirtschaftsbehörde. Über eine konzeptionelle Neuausrichtung des vorhandenen Planetariums, einen geeigneten Standort sowie über Synergien und Kooperationen mit vorhandenen anderen Stellen, die sich ähnlichen Themen widmen, sollte weiter nachgedacht und ein strategisches Konzept erstellt werden, so Stührenberg: „Da die Umsetzung in jedem Fall hohe Investitionen erfordert, können erst bei Vorliegen entsprechender Konzepte Möglichkeiten zur Finanzierung geprüft werden.“

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Geklärt werden müsste gegebenenfalls auch der Standort eines neuen Planetariums. Vogel hatte dafür insbesondere den denkmalgeschützten Wasserturm auf dem Stadtwerder vorgeschlagen. Die Idee sei ihm noch neu, sagt Sven-Erik Gless von der Verwaltungsgesellschaft Wasserturm: „Aber wir sind immer offen dafür, uns Vorschläge für eine Nutzung des Wasserturms anzuhören.“

Bei der Olbers-Gesellschaft, die regelmäßig Vorträge zur Astronomie im Planetarium organisiert, ist man eher skeptisch, ob die Pläne für eine neue Sternenkuppel in Bremen umsetzbar sind. „Ja, das Planetarium ist veraltet, und es ist eines der kleinsten in der Region“, sagt Hans-Jürgen Neumann von der Olbers-Gesellschaft. „Aber für ein neues Planetarium bräuchte man Investitionen in Millionenhöhe – ich fürchte, die Pläne werden in nächster Zeit Wunschdenken bleiben, da hat die Stadt andere Probleme.“

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Orte für Astronomie-Fans

Wer ein Planetarium besuchen oder einmal in einer Sternwarten durchs Teleskop schauen will, wird sowohl in Bremen als auch im Umland fündig. Die Olbers-Gesellschaft betreibt an der Hochschule Werderstraße die Walter-Stein-Sternwarte. Auch in Lilienthal gibt es eine Sternwarte, das Telescopium Lilienthal, und Langwedel hat eine Volkssternwarte. Ein Planetarium gibt es auch bei der Seefahrtsschule in Elsfleth und im Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Im Bremer Planetarium sollte man vorab Plätze reservieren.

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