Neues Werftquartier in Bremerhaven

Werftquartier nimmt konkrete Formen an

Als "Quartier der Zukunft" bezeichnet Oberbürgermeister Melf Grantz das geplante Werftquartier in Bremerhaven. Häfen- und Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling betont die Rolle mariner Forschung.
14.05.2021, 05:00
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Von Frank Hethey
Werftquartier nimmt konkrete Formen an

Große Pläne: Auf diesem Areal soll das neue Werftquartier in Bremerhaven entstehen.

Vheigenmooser

Das geplante Werftquartier in Bremerhaven nimmt immer konkretere Formen an: Den aktuellen Zwischenstand haben Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) und die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Claudia Schilling (SPD), am Mittwoch in der Seestadt vorgestellt. Grantz sprach von "einer der größten Stadtentwicklungsprojekte in Bremerhaven", Schilling wies auf die prägende Rolle von mariner Wissenschaft und Forschung hin. Mit dem Campus des Alfred-Wegener-Instituts und den Thünen-Instituten für Seefischerei und Fischereiökologie erhalte das "neue Quartier Akzente, die einmalig" seien. 

Das mehr als 140 Hektar große Werftquartier liegt auf dem Gelände der ehemaligen Seebeck-Werft und der ehemaligen Holzhandlung Külken im Fischereihafen. Das Quartier soll einmal Wohnraum für mehr als 6000 Menschen bieten und 15.000 Arbeitsplätze schaffen. "Was hier entsteht, ist ein Quartier der Zukunft mit ganz neuem Mobilitätsverhalten", sagte Grantz als Leiter der Lenkungsrunde Werftquartier. Vorgesehen ist laut Grant eine Stadtplanung mit vernetztem Wohnen, Arbeits- und Freizeitverhalten. Weitere wichtige Bestandteile: ein flexibler und digitalisierter öffentlicher Verkehr sowie ein Fahrrad- und Fußverkehr in moderner Form. Noch für dieses Jahr kündigte Grantz eine umfassende Bürgerbeteiligung an. "Wir wollen eine hohe Akzeptanz bei der Bremerhavener Bevölkerung erreichen."

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Den Wettbewerb um die Gestaltung des Areals hatte das Kopenhagener Architektur- und Stadtplanungsbüro Cobe gewonnen. Danach bleiben einige, teils unter Denkmalschutz stehende Gebäude erhalten, drei markante Hochpunkte sollen das Quartier weithin sichtbar machen. Die Wasserflächen bekommen neue Funktionen als Jachthafen, Forschungshafen und Freizeithafen. Auch Wohnen auf dem Wasser soll möglich sein. Für das klimaneutrale Quartier sind nachhaltige Baustoffe vorgesehen, zudem soll es mit eigener regenerativer Wärme- und Stromerzeugung versorgt werden. 

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