Erkrankungen der Hauptschlagader Neues Zentrum am RKK

Am Rotes Kreuz Krankenhaus ist jetzt Bremens einziges Aortenzentrum gegründet worden: Die Spezialisten behandeln lebensgefährliche Erweiterungen der Hauptschlagader. Vor allem ältere Männer sind gefährdet.
24.04.2019, 06:00
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Neues Zentrum am RKK
Von Sabine Doll

Um Erkrankungen der Hauptschlagader möglichst umfassend und fächerübergreifend zu behandeln, hat das Rotes-Kreuz-Krankenhaus (RKK) Bremens erstes Aortenzentrum gegründet. Als Aorta wird die Hauptschlagader bezeichnet, sie ist das größte Blutgefäß im Körper. Vor allem Erweiterungen im unteren Bereich der Aorta, sogenannte Aneurysmen, nähmen zu. Männer über 65 Jahre, die Bluthochdruck haben und rauchen, seien besonders gefährdet.

Reißt eine Erweiterung, überlebten dies nur 25 bis 30 Prozent der Patienten. „Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet“, sagt der Leiter des Zentrums, Chefarzt Frank Marquardt. Die Zusammenarbeit aller an der Behandlung beteiligten Disziplinen sei absolut notwendig. Partner des Zentrums in der Klinik seien neben dem Gefäßzentrum die Radiologie, Innere Medizin, Kardiologie, Anästhesie- und Intensivmedizin, Rheumatologie und die Notaufnahme.

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„Das Aortenzentrum zählt zu den wenigen sogenannten High-Volume-Centern, die mehr als 50 geplante Eingriffe bei erweiterten Schlagadern im Bauchraum pro Jahr durchführen“, teilt die Klinik mit. Nur zwölf Prozent von 141 gefäßchirurgischen Zentren würden diese Zahl erreichen. Bei Aneurysmen würden Gefäßprothesen eingesetzt. Die Behandlung in einem spezialisierten Zentrum sei wichtig, weil es mit der steigenden Anzahl der Eingriffe auch häufiger zu Komplikationen komme. Diese zu beheben, sei sehr anspruchsvoll, die Eingriffe würden nur in wenigen Kliniken vorgenommen. Das neue Aortenzentrum sei darauf spezialisiert.

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