Stadtteilmanagement kooperiert ab sofort mit Internetplattform „Raumperle“ Neustädter Räume gesucht und gefunden

Neustadt. Ob Mitarbeiterschulung, Tagung, Familienfeier oder Junggesellenabschied – es gibt viele Anlässe, für die Firmen und Privatleute für kurze Zeit einen Raum mieten wollen. Doch wo findet man ihn? Astrid-Verena Dietze vom Neustädter Stadtteilmanagement wurde das schon häufig gefragt und hatte bis vor Kurzem darauf nicht immer die passende Antwort.
14.01.2017, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Karin Mörtel

Neustadt. Ob Mitarbeiterschulung, Tagung, Familienfeier oder Junggesellenabschied – es gibt viele Anlässe, für die Firmen und Privatleute für kurze Zeit einen Raum mieten wollen. Doch wo findet man ihn? Astrid-Verena Dietze vom Neustädter Stadtteilmanagement wurde das schon häufig gefragt und hatte bis vor Kurzem darauf nicht immer die passende Antwort. „Ich suche seit 2015 eine Möglichkeit, dass Raumanbieter und Raumsuchende in der Neustadt unkompliziert zusammenfinden können“, erklärt Dietze. Die Lösung sieht sie nun in einer Kooperation mit der noch jungen Bremer Internetplattform „Raumperle“.

Ab sofort sind auf dem Internetportal bereits 20 Tagungsräume, Säle, Kneipen und weitere Veranstaltungsorte gelistet, die für verschiedene Zwecke gemietet werden können. Viele weitere sollen in den kommenden Wochen noch eingepflegt werden. Das Angebot ist für Suchende kostenlos, Anbieter zahlen eine monatliche Gebühr von rund 20 Euro. „Für die Vermieter stellt sich häufig das Problem, dass sie zwar schöne und passende Räume haben, aber keiner weiß, dass man sie mieten kann“, erklärt Dietze den Vorteil der nun begonnenen Kooperation mit der Plattform für temporäre Raumvermietung. Denn wer erwartet schon bei einer sozialen Einrichtung wie dem Martinsclub am ­Buntentorsteinweg, der sich um die Inklusion behinderter Menschen kümmert, dass er gleich mehrere helle Tagungsräume zu bieten hat?

Tascha Schnitzler und ihr Team haben im Sommer 2016 mit dem Onlineportal „Raumperle“ eine Start-Up-Initiative der Firma „Team Neusta“ an den Start gebracht und verfügen bereits über mehr als 300 Raumangebote – von denen allerdings erst gut 100 online sind. Die weiteren folgen Schritt für Schritt, das gilt auch für einige Neustädter Locations wie beispielsweise die Co-Werkstatt Kalle an der Kornstraße. „Ich finde das tolle, dass wir auf diese Weise auch unbekanntere und spannende Orte der Neustadt präsentieren zu können“, freut sich Dietze darüber, als erster kompletter Bremer Stadtteil auf der Plattform gelistet zu sein. Weiterer Vorteil: Mit Fotos und einem kurzen Stadtteilporträt werde die Neustadt mit ihrer rasch wachsenden Szene aus kreativen Kleinunternehmern und Kulturschaffenden nun auf dem Portal auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem bekämen Neustädter Geschäftsleute, die im Wirtschaftsinteressenring „WIR - Neustadt-Bremen“ organisiert sind, Sonderkonditionen, wenn sie ihre Räume online präsentieren möchten.

Dennoch müssen die Betreiber noch etwas an den Filteroptionen arbeiten, damit Raumsuchende sich auch alle verfügbaren Neustädter „Raumperlen“ auf einen Blick anzeigen lassen können. Von den Verantwortlichen bei "Raumperle" heißt es, an diesen technischen Details werde bereits mit Hochdruck gearbeitet.

Beim Stöbern sind tatsächlich auch unbekanntere Adressen aufzuspüren, die durchaus auf Interesse stoßen dürften: Etwa das Tanzstudio „Bounce‘N‘Boogie“, das Tonstudio Krumme oder Räume in der Silbermanufaktur „Koch und Bergfeld“. Wer eher einen ungewöhnlich eingerichteten, kleinen Tagungsort sucht, wird eventuell auch in der Alten Schnapsfabrik an der kleinen Weser fündig. Dort werben die Anbieter mit einer Tischtennisplatte, die in der Pause genutzt werden darf.

Doch auch die Cafés und Kneipen „Papp“ und „Karton“ in unmittelbarer Nähe sind mit dabei. Wer mehr Platz braucht, könnte im „Roten Saal“ in den Geschäftsräumen des Bremer Pflegedienstes im Kirchweg unterkommen oder im Saal des Theaters am Leibnizplatz. Aber auch im Atlantic Hotel am Bremer Flughafen sowie im Tagungszentrum „Forum K“ des „Rotes Kreuz Krankenhaus“ gibt es Möglichkeiten, Veranstaltungen abzuhalten.

Insgesamt schätzt Gründerin Schnitzler die temporär zu mietenden Räume in der Hansestadt auf 1000, hinzu kommen noch zahllose Angebote im Umland. „Perspektivisch soll das Portal weiter wachsen und Räume aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren“, so die Zukunftsvision der Gründerin.

Nähere Infos gibt es im Internet unter der Adresse www.raumperle.de/bremen/neustadt.

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