Beirat zuversichtlich: Wiedereröffnung im Mai / Hundelauffläche auch in Pellens Park Neustart für das Grambker Seebad?

Grambke. Wird das Grambker Seebad im Mai wieder eröffnet? Burglesums Ortsamtsleiter Florian Boehlke und der Beirat sind zuversichtlich. Doch noch ist der Nutzungsvertrag zwischen Immobilien Bremen und der Initiative Grambker Bürger nicht unterzeichnet.
07.04.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald

Wird das Grambker Seebad im Mai wieder eröffnet? Burglesums Ortsamtsleiter Florian Boehlke und der Beirat sind zuversichtlich. Doch noch ist der Nutzungsvertrag zwischen Immobilien Bremen und der Initiative Grambker Bürger nicht unterzeichnet. Das soll in Kürze geschehen. Er würde zunächst einmal eine Laufzeit bis Ende dieses Jahres haben. Danach muss neu verhandelt werden.

Die Burglesumer Kommunalpolitiker zeigten sich auf ihrer jüngsten Sitzung dennoch optimistisch, dem 1926 eröffneten und 2014 geschlossenen Familienbad eine Perspektive geben zu können. Auch der Sprecher der Interessengemeinschaft Grambker Bürger, Reimer Kanje, geht davon aus, dass die Badeanstalt in idyllischer Lage im nächsten Monat wieder eröffnet wird. Die Finanzierung sei dank der Mithilfe des 1.FC Burg und zahlreicher Spender in dieser Saison gesichert.

Ob das auch für die Zukunft gilt, ist freilich mit einem Fragezeichen verbunden. Matthias Schmit, Vorsitzender des 1. FC Burg, bleibt skeptisch. Er hatte wiederholt darauf hingewiesen, dass der Verein und die von ihm getragene Initiative jährlich maximal 3000 Euro zur Finanzierung des Badebetriebes beisteuern könnten. Doch Immobilien Bremen verlange weiterhin rund 10 000 Euro im Jahr für die Nutzung des Freibadareals, der Pumpenanlage und des Gebäudes. Schmit: „Die Existenz des 1. FC Burg ist gefährdet, wenn nicht Gelder aus anderer Quelle fließen.“ Beiratssprecher Martin Hornhues (CDU) warnte denn auch während der Beiratssitzung vor einem Knebelvertrag.

Florian Boehlke, der sich in den vergangenen Monaten intensiv um eine Wiederbelebung des Familienbadens bemüht und dabei auch den Senatsbeauftragten für Bremen-Nord, Martin Prange, mit ins Boot genommen hatte, hofft derweil auf eine Initialzündung im Mai. Wenn der Start gelinge, könne der Grundstein für einen dauerhaften Betrieb des Bades gelegt werden, sagte er am Dienstagabend im neuen Sitzungssaal des Ortsamtes.

Martin Hornhues verwies in diesem Zusammenhang auf die Schließung des Vegesacker Freibades wegen dringender Sanierungsarbeiten: „Für die Vegesacker bietet sich auch das Grambker Freibad als Alternative an.“

Aus dem Etat des Sportamtes sind indes keine Geldzuweisungen für den Badebetrieb im Grambker See zu erwarten, wie Anke Precht am Dienstagabend erklärte. Sie verwies zudem auf die Möglichkeit, im Sportparksee Badefreuden zu genießen. Eine Alternative, die für den Burglesumer Ortsamtsleiters wegen der fehlenden Aufsicht insbesondere für kleinere Kinder keine ist.

Viel Arbeit für die Ehrenamtlichen

Auch Monika Heuß aus dem Finanzressort hofft deshalb, dass der Nutzungsvertrag für das Familienbad Grambke zwischen Immobilien Bremen und der Interessengemeinschaft möglichst bald unterschrieben wird. Darüber hinaus, so Rainer Tegtmeier (Die Linke), Initiator des Grambker Bürgerschnacks, warte noch viel Arbeit auf die ehrenamtlichen Helfer, bevor die Bürger Badefreuden genießen könnten. Das Kommunalparlament setzt nun einhellig auf den Startschuss im Mai.

Ob bis dahin auch die vom Beirat geplanten Hundefreilaufflächen im Ortsamtsbereich realisiert werden können, ist ungewiss. Immerhin sind schon einmal drei empfohlene Standorte ausgeguckt worden. Ohne Leine sollen Bello und Freunde künftig auf einer Lichtung in Knoops Wald, einem Areal im Industriepark West beziehungsweise im Gewerbegebiet Steindamm sowie auf einer Grünfläche in Pellens Park hinter den Sportplätzen der SG Marßel herumtollen können.

Alle „Rennbahnen“ für die Vierbeiner sollen eingezäunt und mit Hinweisschildern versehen werden. Umstritten ist allerdings der Vorschlag, die Einhaltung des sogenannten Leinenzwangs analog dem „ruhenden Autoverkehr“ vom Stadtamt überwachen zu lassen. Diesen Passus mochten die SPD-Beiratsmitglieder indes nicht mittragen.

Die Idee, eine Freilauffläche für Hunde in Pellens Park einzurichten, stammt vom Vorsitzenden der SG Marßel, Werner Müller. Insbesondere die Fußballer des Vereins klagen seit Langem über Tretminen auf den Rasenplätzen. Müller hofft auf eine „Entlastung“, wenn sich in Pellens Park Vierbeiner auf einer eingezäunten Wiese austoben können.

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