SV Grohn erwartet im reizvollen Derby die zuletzt dreimal am Stück siegreiche SAV Nicht-Abstiegsplatz in Sicht

Grohn. Lang, lang ist es her, dass ein Derby in der Fußball-Bremen-Liga so bedeutend und reizvoll war wie am Sonntag um 15 Uhr, wenn am Oeversberg der SV Grohn und die SG Aumund-Vegesack aufeinandertreffen. 'Für Grohn geht es um alles, für uns um viel', beschreibt Jörg Schröder, der Interimstrainer der SAV, die Ausgangslage.
30.04.2010, 00:32
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Jens Pillnick

Grohn. Lang, lang ist es her, dass ein Derby in der Fußball-Bremen-Liga so bedeutend und reizvoll war wie am Sonntag um 15 Uhr, wenn am Oeversberg der SV Grohn und die SG Aumund-Vegesack aufeinandertreffen. 'Für Grohn geht es um alles, für uns um viel', beschreibt Jörg Schröder, der Interimstrainer der SAV, die Ausgangslage.

Gerade für die 'Husaren' ist jede der noch sechs ausstehenden Begegnungen ein Endspiel, denn trotz des Aufwärtstrends mit einer Serie von vier Unentschieden, einer Niederlage und zwei Siegen aus den letzten sieben Partien belegen die 'Husaren' noch immer einen Abstiegsplatz. Aber möglicherweise nicht mehr lange. 'Wenn wir Vegesack schlagen, verlassen wir die Abstiegsränge', ist sich Grohns Trainer Juan Schrader sicher und vertraut darauf, dass der Tabellenzweite Bremer SV bei OT Bremen am morgigen Sonnabend nichts anbrennen lässt. Als willkommene Zugabe würden die 'Husaren' die SAV auch nicht vollends aus den Augen verlieren. Eine SAV, die sich beginnend mit dem 3:0-Sieg gegen den Blumenthaler SV zur Mannschaft der Stunde entwickelte und nach drei Dreiern am Stück mit Riesenschritten Richtung rettendes Ufer eilt. 'Langsam entspannt sich die Lage. Im Moment ist alles ein Selbstgänger', beschreibt Jörg Schröder, der auf ein Sieben-Punkte-Polster auf den vorletzten

Rang - und damit auf den SV Grohn - blickt.

Von einem Selbstgänger am Oeversberg will er verständlicherweise aber nichts wissen: 'Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden. Das hat der OSC Bremerhaven vor einer Woche gegen uns gemerkt.' Und damit es den Vegesackern in Grohn nicht so ergeht wie den Seestädtern beim 2:3 in Vegesack, bereitet er seine Mannschaft entsprechend vor. 'Wir sind auf alles gefasst. Auch darauf, dass wieder ein Rohr unter dem Rasenplatz platzt und wir auf Schlacke spielen müssen', blickt er ironisch auf Grohns jüngste Heimauftritte in der staubigen roten Asche zurück. Dass seine Mannschaft, die auf den rotgesperrten Muhamed Hodzic und Marcel Schweers (Muskelfaserriss) verzichten muss, im Fall der Fälle wieder einen so schwachen Auftritt hinlegt wie Ende März auf Schlacke beim TSV Wulsdorf (0:2), glaubt Jörg Schröder nicht: 'Das Spiel gehörte in die Kategorie lernen und begreifen.'

Für die Grohner gilt es, den Hebel nach dem schwachen Auftritt beim 2:1 im Pokal gegen Lesum wieder umzulegen, denn sonst droht ein böses Erwachen. Vor allem die Abwehr genügte da im zweiten Abschnitt keinen Bremen-Liga-Ansprüchen. Für Juan Schrader allenfalls eine Momentaufnahme, er verweist darauf, dass mit Savas Kaleli, Dimitrios Tsaknakis und Peter Bailote Penisga drei im Defensivbereich einsetzbare und gegen Lesum fehlende Stammkräfte gegen die SAV wieder mit von der Partie sein werden.

Sonntag, 15 Uhr, Oeversberg

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+