Kommentar über die Galopprennbahn Bremen

Nicht fair

Durch den Vertrag mit einem anderen Interessenten über die Zwischennutzung der Rennbahn ist der Bremer Rennverein aus dem Rennen. Das ist nicht fair gegenüber dem Traditionsklub, sagt Frank Büter.
22.08.2017, 20:15
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Nicht fair
Von Frank Büter

Die Galopprennbahn in der Vahr hat für das nächste Jahr einen neuen Betreiber – und es ist nicht der seit vielen Jahrzehnten dort ansässige Bremer Rennverein. Die Nachricht überrascht und sorgt für Stirnrunzeln. Klar, die Stadt hatte dem Rennverein als Pächter zum Jahresende gekündigt, weil auf dem Gelände Häuser gebaut werden sollen.

Da aber die Bagger absehbar noch nicht anrollen, hatten beide Seiten wiederholt über eine Zwischennutzung des Areals gesprochen und das Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit auch öffentlich bekundet. In diesem nach außen hin offenen Verfahren hat sich die Wirtschaftsförderung Bremen jetzt mit einem anderen Interessenten vertraglich auf eine Übergangsnutzung geeinigt.

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Der Rennverein wurde vor vollendete Tatsachen gestellt, reagieren konnte er nicht mehr. Fair ist das nicht. Es hätte zumindest zum guten Ton gehört, auch dem Traditionsklub noch einmal das Wort zu gönnen. Der Bremer Rennverein von 1857 ist damit aus dem Rennen und muss sein Domizil bis Ende Dezember räumen. Der Herbstrenntag am 22. Oktober dürfte das Ende einer langen Galoppsporttradition in Bremen markieren.

frank.bueter@weser-kurier.de

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