Virusvariante B.1.1.7 breitet sich aus

120 Mutationsfälle im Land Bremen

In Bremen und Niedersachsen breitet sich die Virusvariante B.1.1.7 aus: Im Land Bremen gibt es 120 Mutationsfälle. In Niedersachsen ist die Zahl seit Anfang Februar von 172 auf aktuell 520 Fälle gestiegen.
17.02.2021, 17:04
Lesedauer: 2 Min
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120 Mutationsfälle im Land Bremen
Von Sabine Doll

Die ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 breitet sich in Bremen aus: „In den ersten vier Wochen des Jahres gab es insgesamt zwölf Nachweise, Stand diesen Mittwoch sind es 93 Fälle“, sagt der Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, dem WESER-KURIER. Allein in dieser Woche seien 57 Nachweise von Laboren gemeldet worden. Dabei handele es sich ausschließlich um die Virusvariante B.1.1.7, die erstmals im Dezember in Großbritannien nachgewiesen wurde. „Wir müssen davon ausgehen, dass sie sich weiter ausbreitet. Die Variante ist deutlich ansteckender. Und wir haben an Großbritannien und Portugal gesehen, wie rasend schnell das gehen kann“, so der Sprecher. In Bremerhaven wurde bislang 27 Mal eine Corona-Mutation (Stand Montag) festgestellt, teilt Magistratssprecher Volker Heigenmooser mit. Um welche Varianten es sich jeweils handele, sei aktuell nicht bekannt.

Auch in Niedersachsen ist die Zahl der Mutationsfälle innerhalb einer Woche von 328 auf 520 an diesem Mittwoch gestiegen, das bestätigte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm. Am 4. Februar waren es den Angaben zufolge noch 172 Proben, bei denen eine Virusvariante nachgewiesen worden war. „Damit haben wir eine ähnliche Entwicklung wie im gesamten Bundesgebiet“, sagte der Sprecher. Seit Anfang Februar hat sich die Anzahl der laborbestätigten Fälle damit verdreifacht.

Den größten Anteil mache ebenfalls die Variante B 1.1.7 aus, von den aktuell 520 Nachweisen entfielen 513 darauf. In einem Fall sei die zunächst in Südafrika festgestellte Mutante nachgewiesen worden, die restlichen sechs Varianten seien nicht näher bestimmt worden. Der prozentuale Anteil der Varianten am Gesamtgeschehen sei derzeit nicht darstellbar, sagte der Sprecher.

Nach neuen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg der Anteil der in Großbritannien entdeckten Mutation bundesweit binnen zwei Wochen von knapp sechs auf mehr als 22 Prozent. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin mit. „Wir müssen damit rechnen, dass die Variante bald auch bei uns die dominierende werden könnte“, sagte Spahn. Bei allen Öffnungsschritten aus dem Lockdown sei daher große Vorsicht geboten.

Der Anteil der britischen Variante verdoppele sich etwa jede Woche, so Spahn. Die zunächst in Südafrika aufgetretene Mutation habe in Deutschland einen Anteil von 1,5 Prozent erreicht.

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