Ärger über Einschränkungen Keine Schwimmzeiten für normale Bevölkerung im Unibad

Laut CDU-Ortsverband regt sich Unmut über die Öffnungszeiten. Bäderchefin Baden erklärt das mit den Schwimmkursen für Kinder und weist auf andere Bäder in der Stadt hin.
06.10.2021, 07:20
Lesedauer: 2 Min
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Keine Schwimmzeiten für normale Bevölkerung im Unibad
Von Sigrid Schuer

Die Situation im Unibad sorgt nach Meinung von Stefan Quaß, dem CDU-Vorsitzenden des Ortsverbandes Horn-Lehe, seit einiger Zeit für Unmut in der Bevölkerung. Grund: Das Unibad biete keine Schwimmzeiten mehr für die Öffentlichkeit an. Dazu zähle beispielsweise auch das Frühschwimmen, für das laut Quaß derzeit keine Öffnungszeiten angeboten würden. Und nicht nur das: Auch an den Nachmittagen oder Wochenenden gebe es derzeit keine Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, das Unibad zu besuchen. Es gebe nicht einmal eine Perspektive, wann sich das ändern könnte.

Für Quaß steht fest: Auch wenn die Gesamtsituation in Schwimmbädern generell weiter von der Corona-Pandemie geprägt sei, hätten die Schwimmerinnen und Schwimmer ein Recht darauf, das Unibad zeitnah wieder nutzen zu können. Andere Bäder bekämen das schließlich auch hin. Ausreichend Kapazitäten für den Schulsport, den Vereinssport und die Bevölkerung vorzuhalten, sei eine zentrale Aufgabe von Sportsenatorin Anja Stahmann und Bremer Bäder-Chefin Martina Baden, so Quaß. Für ihn sei es völlig inakzeptabel, wenn schwimmbegeisterte Menschen jetzt die Leidtragenden falscher politischer Weichenstellungen der Senatorin und der Bäderchefin würden.

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Auf Nachfrage bestätigt Baden, dass es beschränkte Öffnungszeiten im Unibad gebe. "Derzeit finden im Unibad hauptsächlich das Schulschwimmen und Vereinstraining statt. Weitere Zeiten, auch am Wochenende, werden für Schwimmkurse genutzt. Das Unibad ist damit nahezu komplett ausgelastet", erklärte sie. Vorrang hätten derzeit die Kinder, damit eine beträchtliche Warteliste der Schwimmkurse zügig abgearbeitet werden könne.

Baden weist darauf hin, dass in Bremen fünf Bäder auch für die Öffentlichkeit geöffnet seien: Das Schloßparkbad, das Westbad, das Freizeitbad Vegesack und das Südbad sowie mit einem geringen Anteil auch das Hallenbad Huchting. "Natürlich hoffen wir auf baldige Normalität, allerdings haben wir immer noch Kapazitätsbeschränkungen in den Bädern, die eine komplette Öffnung ausschließen", sagt sie. Badens Einschätzung: Mit der Öffnung des Horner Bades 2022 werde sich die Situation entspannen, da dieses Bad umfangreich auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen werde. Und sie verspricht: Weitere Zeiten für die Öffentlichkeit würden mit entsprechenden Lockerungen sofort bekanntgegeben.  

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