Alte englische Motorräder haben Fans in aller Welt Norton Owners Club trifft sich in Bremen

Bremen. Sie sind elegant und gut durchgestylt: Die alten englischen Motorräder der Marke Norton, die auch Ladys genannt werden. Obwohl die meisten Fans dieser Maschinen in England leben, hat die Norton auch in Deutschland ihre Liebhaber.
11.08.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karina Skwirblies

Sie sind elegant, zierlich und gut durchgestylt: Die alten englischen Motorräder der Marke Norton, die deshalb auch Ladys genannt werden. Obwohl die meisten Fans dieser Maschinen in England leben, hat die Norton auch in Deutschland ihre Liebhaber. In Bremen sind es eine Handvoll. Sie haben sich vor einigen Jahren dem Norton Owners Club (NOC) angeschlossen und laden jetzt zur „NOC International Rally“ in die Hansestadt ein.

Vom 14. bis zum 18. August sind über 100 Oldtimer in der Stadt. Es sind insgesamt 174 Motorradfahrer aus neun Ländern, die sich für das Treffen angemeldet haben. Sie kommen aus Österreich, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Tschechien, Norwegen und Schweden, die meisten reisen aus Großbritannien an. Aus Deutschland nehmen elf Norton-Fans teil. Drei Tage lang erkunden die Besucher mit ihren Motorrädern Bremen und das Umland. Am Sonnabend, 16. August, präsentieren sie ihre alten Maschinen auf dem Marktplatz. Von 10 bis 16 Uhr können Bremer die auf Hochglanz gebrachten Maschinen bewundern.

Zum Organisationsteam gehört auch der Bremer Hans Heitmann. Er fährt seit 1970 eine Norton. „Meine erste Norton war eine ES2 für 500 Mark“, erzählt Heitmann. Er war gerade erst 18 geworden, das Geld hatte er von seiner Oma geerbt. Er erzählt: „Ich war fasziniert von dem Klang und der Gestaltung der Maschine und habe sie spontan gekauft, ohne zu überlegen, was auf mich zukommt. Als erstes habe ich festgestellt, dass das Motorrad Öl verliert und es gab in Bremen keinen Norton-Händler. Ich musste nach Hamburg fahren, um Ersatzteile zu bekommen. Später bin ich oft nach England gefahren mit meiner Norton. Ein Mitarbeiter auf der Fähre nach England hat mich schon erkannt, denn es gab sehr wenige Deutsche, die dieses englische Motorrad fuhren.“ Heute fährt Hans Heitmann eine Norton Commando, die er 1993 gekauft hat. Mit ihr war er schon über 65 000 Meilen unterwegs, umgerechnet also etwa 104 000 Kilometer.

Hans Heitmann ist begeistert von der Norton und ihrer Geschichte: „Früher waren diese Motorräder berühmt, denn sie haben in den 50er-Jahren sehr oft das Rennen auf der Isle of Man gewonnen. Der Kurs hatte viele enge Kurven und gemeine Hügel, da war das wendige Motorrad mit seiner Bauart den anderen weit voraus.“ Überzeugt hat Heitmann auch, dass die englischen Motorräder schon sehr früh eine große Auswahl an Farben hatten, während die deutschen Motorräder überwiegend schwarz waren.

Zur „NOC International Rally“ reisen die meisten Teilnehmer bereits am Donnerstag an. Ein Großteil der Motorradfahrer übernachtet auf dem Campingplatz am Unisee. Am Freitag ist ein Ausflug zum Bunker Valentin und nach Bremerhaven geplant. Die Rallye nimmt den Sonnabend in Anspruch, und am Sonntag steht ein Besuch in Bruchhausen-Vilsen auf dem Programm.

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