Service sollte gestrichen werden Notdienst bleibt erhalten

Bremen-Nord. In Bremen-Nord wird es in den sprechstundenfreien Zeiten auch weiterhin einen ärztlichen Bereitschaftsdienst geben. Der Vorstand des Ärztenetzes Bremen-Nord hat gemeinsam mit der Notdienst-Kommission der Kassenärztlichen Vereinigung eine Lösung für Probleme bei der Besetzung des Dienstes gefunden. Laut Christa Goecke, Vorsitzende des Ärztenetzes Bremen-Nord, hatte die Kassenärztliche Vereinigung angedacht, in Bremen-Nord generell keinen ärztlichen Notdienst ab 23 Uhr mehr anzubieten. Das wurde nun abgewendet.
05.06.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Notdienst bleibt erhalten
Von Julia Ladebeck

Bremen-Nord. In Bremen-Nord wird es in den sprechstundenfreien Zeiten auch weiterhin einen ärztlichen Bereitschaftsdienst geben. Der Vorstand des Ärztenetzes Bremen-Nord hat gemeinsam mit der Notdienst-Kommission der Kassenärztlichen Vereinigung eine Lösung für Probleme bei der Besetzung des Dienstes gefunden. Laut Christa Goecke, Vorsitzende des Ärztenetzes Bremen-Nord, hatte die Kassenärztliche Vereinigung angedacht, in Bremen-Nord generell keinen ärztlichen Notdienst ab 23 Uhr mehr anzubieten. Das wurde nun abgewendet.

Bei den Beratungen ist überprüft worden, wie stark der nächtliche Dienst im vergangenen Jahr von den Patienten in Anspruch genommen worden sei, so Goecke. Durch die Zusammenlegung von Diensten konnte Personal eingespart werden; die Rufbereitschaft ab 23 Uhr sei nun weiterhin gewährleistet.

Die Notdienstzentrale Bremen-Nord ist telefonisch unter 0421/6098063 oder über die bundesweite Nummer 116117 erreichbar. Dort erhalten Patienten Auskunft über die Dienstzeiten und – für den Fall, dass ein Hausbesuch notwendig ist – auch die Information, wann der Arzt eintreffen wird. In den Räumen des Klinikums Bremen-Nord, Hammersbecker Straße 228, wird ein Arzt wochentags von 19 bis 23 Uhr (mittwochs ab 15 Uhr) vor Ort sein. Für Patienten, die zu krank sind, um die Praxis aufzusuchen, macht der Arzt einen Hausbesuch. Dadurch, so Goecke, können Wartezeiten in der Ambulanz entstehen. Ab 23 Uhr bis morgens 7 Uhr hat der diensthabende Arzt Rufbereitschaft und macht, wenn nötig, ebenfalls Hausbesuche.

Am Wochenende werden die Dienstzeiten durch jeweils drei Ärzte abgedeckt, sodass von 8 bis 23 Uhr ein Arzt in Praxisräumen am Klinikum anwesend ist und Hausbesuche rund um die Uhr erfolgen können. Von 20 bis 23 Uhr werden die Dienstzeiten jedoch nur von einem Arzt abgedeckt, sodass Wartezeiten entstehen können. Christa Goecke sagt deshalb: "Wir Ärzte bitten die Patienten, den Notdienst für akute Erkrankungen beziehungsweise neu aufgetretene Beschwerden in Anspruch zu nehmen."

In jüngster Zeit sei der ärztliche Notfalldienst auch genutzt worden, weil die Patienten keine Zeit gehabt hätten, ihren Hausarzt während der Praxis-Öffnungszeiten aufzusuchen. "Dafür ist der Notdienst nicht da", betont Goecke und bittet die Patienten zu bedenken, dass viele der diensthabenden Ärzte am nächsten Tag Dienst in ihrer Praxis haben.

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