Altstadt Öffentliche Veranstaltungen zum Europäischen Tag der Meere

Altstadt. Das Meer ist nicht vom Menschen abhängig, dafür aber der Mensch vom Meer und seinen Ressourcen. Ohne eine Containerschifffahrt wäre eine Globalisierung wohl kaum denkbar.
15.05.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Ina Schulze

Das Meer ist nicht vom Menschen abhängig, dafür aber der Mensch vom Meer und seinen Ressourcen. Ohne eine Containerschifffahrt wäre eine Globalisierung wohl kaum denkbar.

Weltweit werden Tausende von Offshore-Anlagen oder Aquakulturen im Meer errichtet und Ölbohrungen unter hohem Risiko Tausende von Metern unter der Meeresoberfläche vorgenommen. Ganze Ökosysteme und die Existenzgrundlage von Küstengemeinden sind gefährdet, wenn das Meer weiterhin ausgebeutet und verdreckt wird.

Vor diesem Hintergrund rückt Bremen das Meer ins Blickfeld. Erstmalig wird der „Europäische Tag der Meere“ in Bremen ausgerichtet – die größte meerespolitische Veranstaltung Europas. Viele Organisationen nutzen sie, um ihre Zukunftsvorstellungen der Meere in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die aktuellen blauen Wachstumskonzepte infrage zu stellen.

Von heute bis Sonnabend, 15. bis 17. Mai, wird vor diesem Hintergrund eine vom Bündnis ausgerichtete Konferenz unter dem Titel „Ein anderes Meer ist möglich!“ veranstaltet. Dabei werden die Grenzen des Blauen Wachstums in den Vordergrund gerückt sowie soziale und umweltpolitische Fragen diskutiert.

Konkrete Veranstaltungstermine im Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34:

Donnerstag, 15. Mai: ab 18.30 Uhr: Eröffnung und Einführung durch Sonja Weinreich (Brot für die Welt) und Kai Kaschinski (Fair Oceans); ab 20 Uhr: Podium zum Thema „Die Grenzen des Blauen Wachstums“ mit Referenten von Greenpeace, Brot für die Welt, AWI, FAO.

Freitag, 16. Mai: 10.30 bis 12 Uhr: „Walheimat – Marine Ökosysteme verlangen Schutz!“ und „Faire Jobs in der maritimen Industrie – Die ITF-Billigflaggenkampagne“; von 13 bis 14.30 Uhr: „Offshore-Windkraft in Deutschland – Naturverträglichkeit in Theorie und Praxis“ sowie „Flucht über See – (Un-)Recht auf See“; von 15.15 bis 16.45 Uhr: „Die Hohe See – Goldgrube oder gemeinsames Erbe der Menschheit?“ und „Kleine Fische: Großer Fang– Kleinfischerei im Kontext internationaler Fischereipolitik“; ab 17 Uhr: „Plastik – weniger ist Meer“ und „Wettlauf um den Pazifik und die Schätze der Tiefsee“; ab 20 Uhr: Podium zum Thema „Zur Zukunft des Meeresschutzes“.

Sonnabend, 17. Mai: von 10.30 Uhr bis 12 Uhr: Veranstaltungen zu den Themen „Maritimer Raubbau in Kunst und Medien“ und „Globalisierung – Seeleute unterwegs auf allen Meeren“; von 13 bis 14.30 Uhr: „Off the beach! Die globale Kampagne für sicheres und sauberes Schiffrecycling“ und „Ernährung und Fischereipolitik“; von 15.15 bis 16.45 Uhr: „Die Rolle der Ozeane beim Klimawandel“ und „Die Meere – Schwarzes Loch im Völkerrecht?“; ab 17 Uhr: Plenum zum Thema „Resümee und Abschlusserklärung der Konferenz“.

Am Sonntag, 18. Mai läuft der Public Day an der Schlachte von 10 bis 18 Uhr. Es gibt verschiedene Infostände und Veranstaltungen unter anderem von BUND, Nabu, der Deutschen Seemannsmission und Greenpeace. Das BUND-Meeresschutzbüro hat einen großen Stand und viele Aktionen, darunter ein Erzählcafé, Müllangeln für Kinder. Und eine Klasse backt mit ihrem Lehrer Bioplastik im Waffeleisen. Ab 15 Uhr gibt es eine Podiumsdiskussion mit Schülern, BUND und anderen.

Die Veranstaltungen und die Tagung sind öffentlich und kostenfrei. Anmeldungen sind erwünscht unter der E-Mail-Adresse fair-oceans@gmx.info.

Montag und Dienstag, 19. und 20. Mai, folgt der Kongress des Europäischen Tags der Meere mit Gesprächen, Positionen und Workshops im Kongresszentrum.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+