Flugverspätungen

Paradox

Obwohl die Umsätze steigen, setzen Airlines und Flughäfen auf Sparmaßnahmen. Das ist paradox und führt zu Verspätungen, schreibt Lieselotte Scheewe. Die Branche braucht bessere Arbeitsbedingungen.
05.07.2018, 21:23
Lesedauer: 1 Min
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Von Lieselotte Scheewe
Paradox

Der Flughafen muss aus seinen Fehlern lernen, seine Mitarbeiter fair bezahlen und den Service für die Fluggäste verbessern.

dpa

Die Branche boomt. Mehr Flüge bedeuten mehr Umsatz. Man sollte meinen, wenn mehr Geld in die Kassen der Airlines und Flughäfen fließt, investieren sie in die Zukunft: Der Service verbessert sich, die Zuverlässigkeit steigt, die Mitarbeiter werden besser bezahlt. Doch die Realität sieht ganz anders aus.

Während die Umsätze steigen, vergaloppieren sich die Fluggesellschaften und Flughäfen durch immer weitere Sparmaßnahmen beim Personal, verschlechtern Verträge, Tarife, Arbeitsbedingungen. Eine paradoxe Situation und eine unschöne. Von höheren Umsätzen sollten die Kunden profitieren, und sie sollten bei den Mitarbeitern ankommen. Das ist nicht der Fall.

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Die Folge der Knausrigkeit waren dagegen Streiks, die zu Verspätungen und Flugausfällen führten. Den Preis dafür zahlten letztlich die Passagiere – auch am Airport in Bremen. Auf den neuen Geschäftsführer Elmar Kleinert kommt also jede Menge Arbeit zu. Denn der Flughafen muss aus seinen Fehlern lernen, seine Mitarbeiter fair bezahlen und den Service für die Fluggäste verbessern. Die Verspätungen lassen sich nicht auf das Wetter schieben.

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