vor 50 jahren Parken kostet nun eine Mark

Die Parkgebühr in den beiden Hochgaragen Mitte und Am Brill der Bremer Parkplatz GmbH ist seit gestern für die ersten zwei Parkstunden von 50 Pfennig auf eine Mark erhöht worden. In der Hochgarage am Bahnhof dagegen blieb es bei den alten Gebühren.
12.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Andr� Fesser

Die Parkgebühr in den beiden Hochgaragen Mitte und Am Brill der Bremer Parkplatz GmbH ist seit gestern für die ersten zwei Parkstunden von 50 Pfennig auf eine Mark erhöht worden. In der Hochgarage am Bahnhof dagegen blieb es bei den alten Gebühren. Dort bezahlt der Parker für die ersten beiden Stunden 50 Pfennig, für jede weitere angefangene Stunde 30 Pfennig. Wie ein Vertreter der Bremer Parkplatz GmbH mitteilte, ist die Gebührenerhöhung wegen der Anlaufkosten für die im Bau befindliche Hochgarage an der Langenstraße neben dem Essighaus und für weitere geplante Hochgaragen erforderlich geworden…“ (2. August 1966)

„Die Telefonistin meldet sich mit einem geschäftsmäßigen ,Borgward-Werke’, und fast glaubt man, die Stimme aus einer Zeit zu hören, als bei Borgward noch 18 500 Menschen arbeiteten und täglich 180 Fahrzeuge vom Band liefen. Doch die Telefonistin verschweigt der Kürze halber zwei Buchstaben, die alles besagen: Carl F. W. Borgward GmbH i. K. Das Unternehmen ,in Konkurs’, das Ersatzteile produziert und 1965, viereinhalb Jahre nach dem Konkurs, noch einen Umsatz von 7,2 Millionen Mark erzielte, scheint der schlagende Beweis für eine von vielen Autofahrern vertretene Auffassung zu sein, daß nämlich eine Automobilfabrik, die ein Modell in Serie baut, verpflichtet sei, zehn Jahre lang die Belieferung mit Ersatzteilen zu garantieren. Fachleuten nötigt solcher Optimismus ein Lächeln ab. Zu ihnen gehören Hermann Grimberg und Rudi Neiß vom Borgward-Ersatzteilwerk. Daß sie im Jahre 1961 nicht wie Tausende andere arbeitslos wurden, hatte für die Gläubiger einen guten Grund: 205 049 Wagen vom Typ Isabella, 36 000 Lkw und 2000 vom Typ P 100, dessen Produktion 1961 soeben angelaufen war, rollten damals nicht nur in Deutschland, sondern in aller Welt über die Straßen. Ihre Fahrer wurden schon bald nach dem großen Krach mit einem Plakat beruhigt: Gute Fahrt für alle Borgward-Fahrer verhieß es, denn: Für Ihr Fahrzeug liefern wir nach wie vor Original-Ersatzteile…“ (12. August 1966)

„Der Bulkcarrier ,Stove Caledonia’ (11 950 BRT) lief gestern beim Bremer Vulkan für die Reederei Messrs. A/S Consendsio, Oslo, vom Stapel. Der 152 Meter lange und 20 Meter breite Neubau ist mit einem Bremer-Vulkan-/MAN-Dieselmotor mit einer Leistung von 7200 PS ausgerüstet. Er verfügt über eine Tragfähigkeit von 17 150 Tonnen. Die Ablieferung ist für den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Das Schiff erreicht eine Geschwindigkeit von 15,15 Knoten und wurde am 28. Februar auf Kiel gelegt.“ (13. August 1966)

„Innerhalb weniger Minuten fraß sich gestern Mittag ein Feuer durch den gesamten mit Reith gedeckten Dachstuhl des Hauses Am Lehnhof Nr. 12 in St. Magnus. Vom kräftigen Wind geschürt, griff das Feuer so rasch um sich, dass die Feuerwehr das völlige Abbrennen des Dachstuhls nicht mehr verhindern konnte. Nach den Schätzungen der Feuerwehr liegt die Höhe des Sachschadens um 100 000 Mark. Die vermutliche Ursache: starker Funkenflug aus einem Kamin. Das Haus gehört dem Botschafter .i. R. Dr. Wilhelm Haas. Dr. Haas, seine Frau Ursula und sein Sohn Gottfried saßen im Wohnzimmer, als sie von einer aufgeregt hereinstürzenden Nachbarin darauf aufmerksam gemacht wurden, dass das Reithdach brenne. Im Wohnzimmerkamin war kurz zuvor trockenes Reisig, das im Keller gelagert hatte, verfeuert worden…“ (16. August 1966)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+