Keine Chance bei Wahl

Partei-Vize gegen Kandidatur

Der Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Christian Schäfer spricht sich als Vize-Chef der Lucke-Partei gegen eine Teilnahme der Liberal-Konservativen Reformer an der Bundestagswahl aus.
13.06.2017, 19:24
Lesedauer: 1 Min
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Partei-Vize gegen Kandidatur
Von Pascal Faltermann

Die aus der Alfa-Partei von Bernd Lucke hervorgegangenen Liberal-Konservativen Reformer sollten nach Ansicht des Vize-Chefs Christian Schäfer nicht zur Bundestagswahl antreten. Eine Teilnahme würde „das Prinzip der enttäuschten Erwartungen“ weiter nähren, sagte Schäfer, letzter Abgeordneter der Partei in der Bremer Bürgerschaft. „Wenn ich von vornherein weiß, ich kann die fünf Prozent im Moment nicht bekommen, und ich nehme an der Wahl teil, dann kostet mich das sehr viel Mühe und Geld. Und am Ende habe ich ganz viele enttäuschte Mitglieder“, warnte Schäfer. Für ein erfolgreiches politisches Arbeiten sei ein langer Atem nötig. Schäfer verweist auf die „desaströsen“ Wahlergebnisse in Schleswig-Holstein und dem Saarland, wo seine Partei auf jeweils nur 0,2 Prozent kamen.

Am Sonnabend treffen sich die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) in Verden zu ihrem Bundesparteitag. Dabei soll entschieden werden, ob die rund 2000 Mitglieder zählende Partei an der Bundestagswahl teilnimmt oder nicht. Im Europaparlament hat die Partei fünf Abgeordnete, darunter auch Bernd Lucke, der als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl antreten will.

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