Ehepaar Hill feiert Diamantene Per BSAG-Bus Bremen erkundet

Lüssum-Bockhorn. Es wurde viel geplaudert bei Gerda und Adolf Hill in der Hohenbuchener Straße. Vor 60 Jahren haben die beiden geheiratet, ein Haus gebaut, viele Bäume gepflanzt und zwei Jungen großgezogen. Als Ortsamtsleiter Peter Nowack die Grüße des Senats und von Bürgermeister Jens Böhrnsen überbrachte, berichteten die Eheleute über ein bewegtes Leben und die Söhne und Schwiegertöchter nickten dazu.
25.03.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von robert Goldberg

Lüssum-Bockhorn. Es wurde viel geplaudert bei Gerda und Adolf Hill in der Hohenbuchener Straße. Vor 60 Jahren haben die beiden geheiratet, ein Haus gebaut, viele Bäume gepflanzt und zwei Jungen großgezogen. Als Ortsamtsleiter Peter Nowack die Grüße des Senats und von Bürgermeister Jens Böhrnsen überbrachte, berichteten die Eheleute über ein bewegtes Leben und die Söhne und Schwiegertöchter nickten dazu.

Der fast 95-jährige Adolf Hill erzählte davon, wie er nach der Kriegsgefangenschaft nicht mehr in das Memelland zurückkehren konnte. "Das war meine Heimat", sagte der ehemalige Schlosser. Seine 79-jährige Frau Gerda hat sich immer von Job zu Job gehangelt. "Als junges Mädchen musste ich das Riesengebirge verlassen", berichtet sie, dann habe sie leider die Schule nicht mehr beenden können. "Also habe ich gemacht, was möglich war und das war auch in Ordnung" - bei der Bremer Wollkämmerei, zuletzt als Küchenleiterin der Schwaneweder Kaserne. Dazwischen immer wieder Zeiten der Kindererziehung.

Adolf Hill hat über 30 Jahre auf dem Vulkan gearbeitet und schwärmte besonders von den Probefahrten, die ihn bis nach Norwegen gebracht haben. Überhaupt war Reisen ein besonderes Vergnügen für die Familie und alle sind viel herumgekommen. Ein besonderes Abenteuer war die erste Italienreise mit den kleinen Kindern. "Wir hatten einen alten Käfer, haben uns ein Zelt geliehen, die Rückbank ausgebaut und alles voller Lebensmittel gepackt und dann ging es ab an die Adria."

Besonders Lanzarote hatte es ihnen angetan. Als Rentner haben sie dann zunächst Bremen per Linienbus erkundet. Während Peter Nowack staunend noch ein Stück der "leckersten Käsesahnetorte seines Lebens"naschte, hörte er, dass das Paar jede Endhaltestelle der BSAG mehrfach besucht habe. "Schließlich müsse man wissen, wo man lebt", war die einfache Erklärung.

Und das Thema Buslinien liegt ihnen noch heute am Herzen. Gerda Hill wünscht sich ab und zu mal einen Bus, der von Bockhorn ins Blumenthaler Zentrum fährt. "Wir Alten werden mit dem Bus direkt nach Vegesack gefahren", sagt sie und ergänzt, dass eine Fahrt nach Blumenthal trotz der Nähe eher ein Umweg sei. Das sei der Wunsch vieler Bockhorner.

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