Neues Tropenhaus ist eingeweiht worden Bremer Botanika lädt jetzt ganzjährig in den Regenwald

Seit Sommer 2019 wurde gebaut, nun konnte das neue, ganzjährig begehbare Tropenhaus in der Botanika eingeweiht werden. Nun haben auch die vier Weißhandgibbons ein neues Zuhause.
08.09.2021, 17:04
Lesedauer: 2 Min
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Von Sigrid Schuer Michael Rabba

Seit Sommer 2019 wurde gebaut, jetzt ist das neue, ganzjährig begehbare Tropenhaus in der Botanika fertig. Am Mittwoch wurde es von Bremens Umweltsenatorin Maike Schaefer eingeweiht.

Mit dem neuen Tropenhaus, das für etwas über eine Million Euro auf der Freifläche hinter dem großen Himalaya-Schauhaus entstanden ist, könne jetzt ganzjährig "die Vielfalt der Schmetterlinge aus Asien, Amerika und Afrika" präsentiert werden, erläutert Botanika-Sprecherin Sylvia Schuchardt. Im Bereich zwischen den Gebäuden werde die Bedeutung und Vielfalt der heimischen Insekten dargestellt.

Im Tropenhaus, dessen Bau vom Entsorgungsunternehmen Hansewasser unterstützt wurde, erwartet die Besucher ein grüner Dschungel mit Regenwald-Atmosphäre. Für Schulklassen und Kindergartengruppen wird das Tropenhaus zu einem außerschulischen Lernort, an dem die Mädchen und Jungen etwa erfahren können, wie ein Regenwald aufgebaut ist, welche Pflanze die Grundlage für Schokolade bietet oder wo der Pfeffer wächst, so Schuchardt. 

Senatorin Schaefer kam nicht mit leeren Händen zur Einweihung - sie brachte ein Glas Honig aus dem eigenen Garten mit. Der Honig wurde gleich vor Ort mit weiteren Zutaten vermischt zu Schmetterlingsnektar verarbeitet und in die Vorrichtungen der Futtertische für die Insekten abgefüllt.

Während der Einweihung kam erstmals die neue Verbindungsbrücke von der „Galerie“ im Himalaya ins neue Tropenhaus zum Einsatz. Die Brücke soll in den kommenden Wochen noch eine passende Wandgestaltung zur Einstimmung auf die Regenwaldatmosphäre erhalten. Am Ende des Übergangs gelangen die Gäste zunächst auf eine kleine Plattform, die einen Blick von oben auf das exotische Pflanzendickicht ermöglicht. 

Direkt ans Schmetterlingshaus angrenzend ist eine neue Außenanlage für die Kleinen Menschenaffen entstanden. Die Weißhandgibbons Knuppy, Yuna, Wody und Jupp haben dort noch mehr Platz zum Hangeln und Schwingen als bisher.

Finanziert wurde der Bau der neuen Anlage durch die AFAS-Stiftung für die Bremer Gibbon, die im Jahr 2017 von dem mittlerweile verstorbenen Bremer Kaufmann Alfred Seggel gegründet wurde. Seine Familie freute sich über die Fertigstellung der neuen Anlage: „Mein Vater wäre begeistert gewesen“, sagt Uta Seggel.

Der Außenbereich vor dem neuen Tropenhaus wird ebenfalls neu gestaltet. Dort entsteht ein "Garten" für heimische Insektengarten. 

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