Fusion der Kirchenkreisämter kommt voran / Abschied auf Raten

Personalabteilung wird nach Verden ziehen

Landkreis Osterholz. Lange Zeit war öffentlich nichts über die Fusion des Kirchenkreisamtes Osterholz-Scharmbeck mit den Ämtern in Verden und Rotenburg zu hören gewesen. Doch nun wird es bereits zum 1. April konkret: Als ersten Schritt in Richtung Fusion zieht die Personalabteilung des Kirchenkreisamtes Osterholz-Scharmbeck nach Verden. Ein Mitarbeiter aus der Kreisstadt arbeitet künftig in dem neuen Verwaltungsgebäude an der Lindhooper Straße, in das zum Monatsbeginn auch die Kollegen aus Verden und Rotenburg einziehen werden.
28.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Landkreis Osterholz. Lange Zeit war öffentlich nichts über die Fusion des Kirchenkreisamtes Osterholz-Scharmbeck mit den Ämtern in Verden und Rotenburg zu hören gewesen. Doch nun wird es bereits zum 1. April konkret: Als ersten Schritt in Richtung Fusion zieht die Personalabteilung des Kirchenkreisamtes Osterholz-Scharmbeck nach Verden. Ein Mitarbeiter aus der Kreisstadt arbeitet künftig in dem neuen Verwaltungsgebäude an der Lindhooper Straße, in das zum Monatsbeginn auch die Kollegen aus Verden und Rotenburg einziehen werden.

Für die zwölf Beschäftigten aus Osterholz-Scharmbeck bahnt sich damit ein Abschied auf Raten an: Auf längere Sicht werden alle drei Kirchenkreisämter komplett fusionieren, heißt es in einer Mitteilung, die Superintendentin Jutta Rühlemann zum bevorstehenden Umzug herausgegeben hat. Dem anstehenden Wechsel der Personalabteilung aus Osterholz-Scharmbeck in das neue Amt in Verden betrachtet sie durchaus positiv: Er erlaube eine "zukunftsfähige, sachgerechte und zielgerichtete Personalbewirtschaftung".

Einen spruchreifen Fahrplan zur weiteren Fusion der Kreisstädter gibt es derzeit noch nicht, sagt Alexander Busch, Leiter des Kirchenkreisamtes in Osterholz-Scharmbeck. An der grundsätzlichen Beschlusslage auf Landesebene hat sich jedoch nichts geändert. "Bereits 2004 hat die Landessynode beschlossen, dass die Verwaltungsstellen der gut 40 Kirchenkreise auf unter 20 reduziert werden sollen", erklärt der Leiter des gemeinsamen Kirchenamtes von zunächst Verden und Rotenburg, Martin Brosenne. Das sogenannte Kirchenparlament der evangelischen Landeskirche Hannover reagierte damit auf sinkende Mitarbeiterzahlen, die weniger Personal in den Verwaltungen nötig machten. "Wenn die Personaldecke zu dünn wird, ist ein Amt nicht mehr richtig arbeitsfähig. Sind beispielsweise der Fachmann für Bau und Liegenschaften in Urlaub und sein Stellvertreter erkrankt, ist das schon ein Problem in den kleinen Ämtern", sagt Brosenne. Deshalb haben 2009 die Kirchenkreistage von Verden und Rotenburg die Fusion

ihrer Verwaltungen beschlossen. Weil sich damals bereits abzeichnete, dass sich auch der Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck anschließen wird, musste ein Gebäude gefunden werden, das Platz für mehr als 30 Mitarbeiter bieten würde.

Letztlich kaufte die Kirche das alte Verwaltungsgebäude der Masterrind GmbH. Die Kosten für Kauf und Renovierung belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Die Landeskirche beteiligt sich mit 850000 Euro, die Kirchenkreise Rotenburg und Verden steuern 400000 beziehungsweise 700000 Euro bei. Wenn der Kirchenkreis Osterholz endgültig eingestiegen ist, werde er einen Anteil erstatten. Das Verlagern von ortsnahen Verwaltungsbereichen sei sicherlich für etliche Betroffene kein Anlass zu uneingeschränkter Freude, heißt es in der Mitteilung. Unter den gegebenen Umständen sei aber eine Zusammenführung notwendig

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