Mahndorfer Sommerterrasse im zehnten Jahr erfolgreich gestartet

Piano-Killer rockt das Bürgerhaus

Mahndorf. „Sommer-Sommer-Sommerterrasse: Schön, dass ihr alle da seid!“ Mit dieser furiosen musikalischen Verbeugung vor dem erwartungsfrohen Publikum eröffnete Emanuel Jahreis mit den „Barrelhouse-Men“ am Sonntag im zehnten Jahr die Mahndorfer Sommerterrasse im Bürgerhaus des Stadtteils am Mahndorfer Bahnhof 10. An vier Sonntagen im Jahr unterhält er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit abwechslungsreicher Musik und verschiedenen Gästen.
30.06.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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„Sommer-Sommer-Sommerterrasse: Schön, dass ihr alle da seid!“ Mit dieser furiosen musikalischen Verbeugung vor dem erwartungsfrohen Publikum eröffnete Emanuel Jahreis mit den „Barrelhouse-Men“ am Sonntag im zehnten Jahr die Mahndorfer Sommerterrasse im Bürgerhaus des Stadtteils am Mahndorfer Bahnhof 10. An vier Sonntagen im Jahr unterhält er die Zuhörerinnen und Zuhörer mit abwechslungsreicher Musik und verschiedenen Gästen.

Das Publikum auf der vollbesetzten Terrasse des Bürgerhauses Mahndorf wartet gespannt auf Boogie-Woogie, Rock’n & Roll und Blues: „Das ist auch genau meine Musik“, erzählt Besucherin Renate Meier-Meißner, „und auch eine schöne Erinnerung an früher. Das waren schöne Zeiten damals.“ Ihr Tischnachbar ergänzt: „Leider hört man Boogie-Woogie viel zu selten, umso schöner also, wenn er doch mal gespielt wird.“ Renate Meier-Meißner findet es außerdem toll, dass Emanuel Jahreis so viel Spaß am Spielen hat: „Und auch die Vielseitigkeit seines Könnens ist beeindruckend.“

Anfang mit zehn Gästen

Dem vielseitigen Musiker Emanuel Jahreis selbst kommt es vor, als wenn die zehn Jahre Sommerterrasse wie im Flug vergangen sind: „Als wenn es gestern gewesen wäre“, sinniert er, wenn er an die Anfänge der Mahndorfer Sommerterrasse vor einer Dekade denkt, „am Anfang waren vielleicht zehn Gäste da. Ich habe aber immer versucht, ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen.“ Und das ist mit Boogie, Blues und Barrelhouse durchaus vielfältig. Dabei hatte der Musiker, der bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspielen begann, eigentlich eine andere musikalische Laufbahn im Blick: „Ich habe zwar klassisches Klavier studiert, doch bereits zu Beginn der Pubertät zog es mich zu anderen Musikrichtungen.“

Fortan bestimmten die Swing-Scheiben Oscar Petersons, der Jazz von Duke Ellington, aber auch die Musik des frühen Elton John sein Interesse und seine Leidenschaft. Der abwechslungsreiche Musikgeschmack wird während der an vier Sonntagen geöffneten, musikalischen Sommerterrasse durch die wechselnden Musiker unterstrichen: An diesem Sonntag liefern die „Barrelhouse-Men“ mit André Heuer an der Gitarre, Oliver Haberstock an der Bluesharp, Uwe Esselmann am Schlagzeug und eben Emanuel Jahreis mit Gesang und Piano eine mitreißende Show. Bei den nächsten Terminen wird der Musiker mit dem Drummer Frank Mattutat und dem Musiker Andy Einhorn auftreten. Für den Abschluss-Sonntag wird es dann Emanuel Jahreis mit Überraschungsgästen geben.

Hört sich musikalisch schwierig an, ist es aber nicht: „Zwar habe ich jedes Mal andere Musiker zu Gast, da sie aber alle Profis sind, stellt das Zusammenspiel kein Problem dar. Ich spiele auch lieber mit Menschen, mit denen ich mich gut verstehe – dann flutscht es auch besser.“ Mit Frank Mattutat hat Emanuel Jahreis sogar schon einige CDs aufgenommen.

Eine dieser CDs trägt übrigens den Namen „The Piano Killer“, eine Bezeichnung, unter der Emanuel Jahreis ebenfalls bekannt ist: „Ich habe in einem Hamburger Blues-Club mal ein altes Piano entdeckt, das bereits ordentlich malträtiert aussah. Darauf habe ich dann gespielt und mir kam die Idee: ,Wer hat das Piano so gekillt?’ und daraus ist dann der ,Piano Killer’ - Song entstanden.“

An diesem Sonntag ist das Piano jedoch tadellos in Schuss und das Publikum bereits beim ersten Lied schwer in Fahrt, so dass es nicht nur auf der Terrasse, sondern auch ausgelassen auf dem benachbarten Parkplatz tanzt. Der Gitarrist steht dabei mal auf der Bühne, mal auf der Terrasse und auch mal auf dem Tisch, die Gitarre hinter dem Kopf spielend. Das honoriert das Publikum mit tosendem Applaus, so dass die Barrelhouse-Men noch eine Zugabe spielen dürfen. Mit „Great balls of fire“ von Jerry Lee Lewis endet der mitreißende, erste von vier Sommerterrassen-Sonntagen.

Die weiteren Termine für die Mahndorfer Sommerterrasse sind am 3. Juli mit Drummer Frank Mattutat, sowie am 10. Juli und 17. Juli, ab 15 Uhr. Nähere Informationen gibt es auch auf www.buergerhaus-mahndorf.de.

Emanuel Jahreis spielt zum Auftakt mit den „Barrelhouse-Men“.

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