Digitaler Notizblock

Polizei Bremen startet Testbetrieb von Smartphone-App

Die Polizei im Land Bremen hat ein Pilotprojekt gestartet: In einem zehnwöchigen Testbetrieb werden Daten und Fotos vom Einsatzort per Handy-App statt im Notizblock erfasst und weiterverarbeitet.
09.10.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Polizei Bremen startet Testbetrieb von Smartphone-App
Von Sabine Doll
Polizei Bremen startet Testbetrieb von Smartphone-App

Die Polizei rüstet in Sachen Digitalisierung auf.

Friso Gentsch /dpa

Die Polizei rüstet in Sachen Digitalisierung auf: In dieser Woche ist ein zehnwöchiger Testbetrieb gestartet, bei dem Beamte in ihren Einsätzen den Notizblock gegen ein Smartphone mit spezieller App eingetauscht haben. Ziel des zunächst zeitlich befristeten Projekts ist es, die Polizeiarbeit an den Einsatzorten, aber auch auf den Wachen schneller und einfacher zu gestalten, wie es in einer Mitteilung der Innenbehörde heißt.

Für den Testbetrieb wurden 25 Smartphones mit der Polizei-App „@rtus-Mobile“ an Streifenbeamte des Einsatzdiensts in der Vahr und bei der Bremer Verkehrsbereitschaft sowie in den Bremerhavener Abteilungen Nord und Verkehr verteilt. Während des Einsatzes können die Polizisten noch vor Ort Vorgänge anlegen, Fotos und Sprachnachrichten hinzufügen, den per GPS-Ortung lokalisierten Standort speichern und zuordnen. Im Revier sind die über die App erfassten Informationen sofort einsehbar. Heißt: Die per Hand geschriebenen Notizen werden nicht erst – mit zeitlichem Verzug – nach der Rückkehr in die Wache in den Computer eingegeben.

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Laut Innenbehörde können im Einsatz zum Beispiel auch Fahndungsabfragen über die App vorgenommen werden. Wegen der Einhaltung von Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen sind die Smartphones besonders vor Diebstahl gesichert. „Verliert ein Gerät den Kontakt zum zentralen Server, können die Daten zum Beispiel ferngelöscht werden“, heißt es in der Mitteilung.

Nach dem zehnwöchigen Testbetrieb sollen die Ergebnisse ausgewertet werden – mit dem Ziel, den Einsatz des digitalen Notizbuchs möglichst auszuweiten. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) verspricht sich mehrere Vorteile von der Anwendung: „Wir gestalten die Polizeiarbeit effizienter und entlasten damit unsere Polizistinnen und Polizisten. So werden die Polizei Bremen und die Ortspolizeibehörde Bremerhaven zukünftig schneller, mobiler und digitaler. Durch die strukturierte Datenerfassung und digitale Weiterverarbeitung gehen wir einen Schritt in eine moderne Polizei.“

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