Neustadt

Pippi ist die Größte!

Neustadt. „Was hat man von den ganzen Buchstaben, wenn man sie nicht lesen kann?“ Pippi Langstrumpf alias Susanne Baum, Schauspielerin am Bremer Theater, weiß Bescheid. Sie weiß zum Beispiel, dass Phillip auf grönländisch Fiellipp geschrieben wird.
18.05.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Christiane Tietjen
Pippi ist die Größte!

„Klettert mal alle auf den Tisch“, fordert Pippi Langstrumpf (Susanne Baum) die Kinder auf und die Schülerinnen und Schüler folgen ihr.

Walter Gerbracht

„Was hat man von den ganzen Buchstaben, wenn man sie nicht lesen kann?“ Pippi Langstrumpf alias Susanne Baum, Schauspielerin am Bremer Theater, weiß Bescheid. Sie weiß zum Beispiel, dass Phillip auf grönländisch Fiellipp geschrieben wird. Und im Taka-Tuka-Land können alle lesen, ihr Papa und Herr Nilsson, ihre Freunde Tom und Annika sowieso.

„Jetzt klettert mal auf den Tisch!“ fordert sie die Kinder der 3. und 4. Schulklasse am Buntentorsteinweg auf, die bisher still und brav auf ihren Stühlen gesessen haben. Dem kommen die Kinder mit Begeisterung nach, auch unter dem Tisch ergibt sich eine interessante Perspektive. Es gibt so vieles, was mit diesem frechen Mädchen Spaß macht, das sich über alle Regeln und Konventionen hinwegsetzt und darum so viel Spaß im Leben hat.

Kurzerhand veranstaltet sie einen Wettkampf im Zwei-Meter-Rückwärtslaufen oder ein Spiel, das Neue-Wörter-Suchen heißt. Wie das geht, zeigt sie den Kindern, indem sie zu einer Wand läuft. Dort entdeckt sie einen Fleck. „Fleck!“ ruft sie, dreht sich um zu einer Säule und ruft strahlend das Wort „Flecksäule“ aus. „Jetzt seid ihr dran!“ So ganz nebenbei hält sie auch die Bücher der Frau hoch, die sie erschaffen hat: Astrid Lindgren.

„Meine Oma kennt dich!“ ruft ein Mädchen. „Was? Wie alt bin ich denn dann schon?“ Wie durch ein Wunder nehmen die Mädchen und Jungen die Bilderbuchfigur, die vor ihnen durch den Raum flitzt, als eine real existierende Person wahr, zählen die Streifen an ihren bunten Strümpfen und wissen genau, wo sie sie schon einmal gesehen haben. Feuer und Flamme sind die Kinder auch, als sie am Ende der kurzweiligen 45 Minuten noch einen Wunsch für Pippis Flaschenpost formulieren können. „Können wir auch was dazu malen?“ „Na klar!“ versichert die Postbotin gut gelaunt, um dann noch einmal das Lob zu ernten: „Du warst richtig cool!“

Das neue Projekt der Bremer Leselust, das außer Pippi Langstrumpf noch Harry Potter, Momo und Emil im Programm hat, ist sehr erfolgreich und wird darum vermutlich nach den Sommerferien fortgesetzt.

Anfragen können ab sofort gerichtet werden an die Projektleiterin Sabine Urban unter E.Mail post@sabineurban.de.

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