Charta fordert Nachhaltigkeit

Plädoyer für mehr Grün in der Stadt

Horn-Lehe (xik). Anfang des Jahres wurde in Berlin die Charta „Zukunft Stadt und Grün“ vorgestellt und von mehr als 20 Unternehmen inklusive der Initiatoren vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Stiftung „Die grüne Stadt“ unterzeichnet. Mit Blick auf den Klimawandel verweist die Charta auf wesentliche Handlungsfelder für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
03.08.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Anfang des Jahres wurde in Berlin die Charta „Zukunft Stadt und Grün“ vorgestellt und von mehr als 20 Unternehmen inklusive der Initiatoren vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und der Stiftung „Die grüne Stadt“ unterzeichnet. Mit Blick auf den Klimawandel verweist die Charta auf wesentliche Handlungsfelder für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Auch Bremen steht vor Herausforderungen, die durch Starkregenfälle und zunehmende Trocken- und Hitzeperioden entstehen können. Dazu gehören Gesundheitsbelastungen, aber auch Folgen für den Verkehr, die Wirtschaft und die Gebäude der Stadt. Einen wesentlichen positiven Einfluss habe urbanes Grün in Form von Parks, Bäumen, Wiesen und Freiflächen, betont Ulf Jacob, Sprecher des Bündnisses „Grünes Bremen“. Diese natürliche Klimaanlage sei der Schlüssel zur Lösung vieler Klimaprobleme.

Finanzielle Kürzungen bei der Pflege und Entwicklung des Stadtgrüns seien hingegen unverantwortlich, sagt Jacob. Gerade in den Stadtteilen mit dichter Bebauung wie Mitte, Schwachhausen, Findorff, Walle oder in der Neustadt sei es wichtig, die „Grünversorgung“ weiter zu verbessern.

Die Inhalte der Charta wurden vor Kurzem in der Botanika während einer Podiumsdiskussion mit Heiner Baumgarten, Präsident der Gartenamtsleiterkonferenz, Maike Schaefer und Arno Gottschalk, umweltpolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktionen von Grünen und SPD, vorgestellt. Auch Ulf Jacob sowie Georg Grunwald, Geschäftsführer des Umweltbetriebs Bremen, und Rainer Kavermann vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau beteiligten sich an der Runde.

Heiner Baumgarten beklagte, dass durch permanente Umorganisation von Grünflächenämtern immer mehr Wissen, Kompetenz und Daten verloren gehen würden. Benötigt würde mehr Freiräume für eigenverantwortliche Planungen, Entwicklungen und die Pflege des Stadtgrüns.

Im Fazit hieß es, ein höherer Anteil an Pflanzen und Grünflächen in der Stadt sorge für geringere Feinstaubbelastungen, mildere die Folgen des Klimawandels, fördere die Artenvielfalt und diene obendrein sozialen Funktionen. So betrachtet sei eine gute Grünentwicklung auch ein soziales, kulturelles und standortpolitisches Projekt der Stadt.

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