Ortsamtsleiter und Blumenthaler SV stellen Projekt vor Pläne für das Burgwall-Stadion

Blumenthal. Das Burgwall-Stadion soll tauglich für die Regionalliga werden. Mit modernen Tribünen, Gäste-Sanitäranlagen und vielleicht auch Flutlicht – um Fernsehübertragungen möglich zu machen.
29.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von DORIS FRIEDRICHS

Das Burgwall-Stadion soll tauglich für die Regionalliga werden. Mit modernen Tribünen, Gäste-Sanitäranlagen und vielleicht auch Flutlicht – um Fernsehübertragungen möglich zu machen. Für die Pläne braucht es vor allem eins: private Geldgeber, die das Grundkapital zur Verfügung stellen.

So zumindest lautet der Wunsch von Peter Moussalli, Teammanager des Blumenthaler SV, und Ortsamtsleiter Peter Nowack. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müsste eine Stadion GmbH gegründet und es müsste eine Vielzahl von Voraussetzungen erfüllt werden. Ein erster Geldgeber, um das Projekt auch finanziell zu realisieren, hat sich allerdings bereits gemeldet.

Der namentlich nicht genannte Unternehmer sei bereit, sich mit einer fünfstelligen Summe zu beteiligen, sagt Fußball-Enthusiast Peter Nowack, der sich ein Grundkapital von 200 000 Euro wünscht. 25 000 Euro würden für die Gründung einer GmbH ausreichen. Der Ortsamtsleiter hofft darauf, dass sich weitere Investoren für das Projekt begeistern. „Wenn wir über fünfstellige Summen sprechen, sprechen wir über Industriebetriebe in Bremen, die so etwas bilanzieren und auch mal 10 000 Euro und mehr ausgeben können.“ Dafür müsse das Gesamtkonzept für die Stadion GmbH eine solide Basis bieten. „Viele Leute haben uns auf unser Vorhaben angesprochen und finden, dass das eine tolle Idee ist“, freut sich Nowack. Einer der nächsten Schritte: Jetzt müsse der Plan der Sportdeputation vorgestellt werden.

Neben dem Blumenthaler SV nutzen derzeit noch drei weitere Vereine das Burgwall-Stadion: DJK Germania, SV Türkspor Bremen-Nord und die LG Bremen-Nord. Bisher gebe es keine Ablehnung dieser Vereine, die Anlage Regionalliga-tauglich umzugestalten. „Für die Vereine ist es ja nur wichtig, dass sie das Stadion weiter nutzen können“, so Nowack. Eine Nutzung könne seiner Meinung nach auch eines Tages für die Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack (SAV) infrage kommen, falls die Fußballer ihren bisherigen Betrieb im Vegesacker Stadion aufgrund der dortigen Auseinandersetzungen mit Anwohnern über die Lärmbelastung nicht mehr aufrecht erhalten könnten. „Dann könnte es sein, dass die froh sind, dass sie in der Nähe spielen können.“

Die Stadtgemeinde, der die Bezirkssportanlage Burgwall gehört, müsse als Kapital nur die bestehende Anlage bereitstellen und hätte ansonsten keine finanziellen Verpflichtungen, erklärt Nowack. „Die haben aktuell andere Prioritäten. Aber Bremen-Nord braucht so etwas.“ Damit die Region „so etwas“ auch erhalten kann, müssen bestimmte Maßnahmen umgesetzt werden. So muss nach den Worten des Ortsamtsleiters beispielsweise die Tribüne modernisiert und für die Gäste ein eigener Eingang mit eigenem Verpflegungsbereich geschaffen werden. Hinzu kommen Extra-Sanitäranlagen für die Gästezuschauer. Auch über eine Flutlichtanlage sollte laut Nowack gesprochen werden, da Regionalliga-Spiele auch live im Fernsehen übertragen werden.

Und nicht zuletzt müsse man über verbesserte Trainingsmöglichkeiten, genauer gesagt über einen zusätzlichen Kunstrasenplatz nachdenken, der aber schon alleine mit etwa 600 000 Euro zu Buche schlage, führt Nowack auf. „Das kann die Stadt nicht finanzieren.“ Er möchte das Gesamtprojekt über Kredite verwirklichen. „Sollte es mit dem anvisierten Grundkapital von 200 000 Euro klappen, könnten wir nach den Kreditvergaberichtlinien bis zu zwei Millionen Euro bekommen. Dafür muss dann ein Tilgungsplan aufgestellt werden.“

Die erste Herren-Mannschaft des Blumenthaler SV spielt derzeit in der Bremen-Liga, wo sie im vergangenen Jahr den dritten Platz belegte. Der Ortsamtsleiter ist offenbar vom weiteren Aufwärtstrend überzeugt. „Die Mannschaft ist noch verstärkt worden. Die sind sehr ehrgeizig. Außerdem hat der Verein mit dem Spiel gegen Werder gezeigt, dass er 5000 Besucher logistisch versorgen kann.“

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