Erster Entwurf für Blumenthal Planer stellen Umbau des Bahnhofs vor

Blumenthal. Der Bahnhof Blumenthal – die sogenannten Ständer-Kreuzung – soll komplett umgebaut werden. Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren. Am Montag ist im Schulzentrum Blumenthal der erste Entwurf vorgestellt worden.
16.05.2012, 05:00
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Von Christina Denker

Blumenthal. Der Bahnhof Blumenthal – die sogenannten Ständer-Kreuzung – soll komplett umgebaut werden. Die Planungen dafür laufen auf Hochtouren. Am Montag ist während der jüngsten Beiratssitzung im Schulzentrum Blumenthal der erste Entwurf vorgestellt worden. Angesichts der Dimension der künftigen Baustelle erwarten die Planer eine Bauzeit von mindestens eineinhalb Jahren.

In die Planungen zum Umbau des Blumenthaler Bahnhofs ist erneut mächtig Bewegung gekommen. Am Montagabend stellte Jens Wittrock vom Planungsbüro BPR einen ersten Entwurf vor – und lieferte auch einige Daten, die den Baubeginn und die Dauer der Arbeiten betreffen. Danach erhofft man einen Deputationsbeschluss für das rund zwei Millionen Euro teure Projekt Anfang kommenden Jahres. Die Ausschreibung und Vergabe terminiert das Planungsbüro dann auf Anfang bis Mitte 2013.

Nach vorsichtigen Schätzungen der Planer soll die reine Bauzeit etwa anderthalb Jahre betragen, Jens Wittrock glaubt jedoch, dass es tatsächlich "ein bisschen länger dauern wird" und kalkuliert vorsichtshalber mit zwei Jahren. Eine schwierige Aufgabe für die Planer: Die Umgestaltung des Blumenthaler Bahnhofs lässt sich nicht aus dem Handgelenk schütteln, angesichts der Gegebenheiten gehe es um jeden Meter. Sogar die Denkmäler – das sind einige Gedenksteine sowie der Schafbock – müssen versetzt werden. "Es wird eine sehr schwierige Baustelle werden", sagte der Planer.

Neue "Park&Ride"-Anlage, Entschärfung der verkehrlichen Situation, insbesondere für Schüler, und, und, und: Seit vielen Monaten tüfteln die Mitarbeiter des Planungsbüros an einer tragfähigen Lösung, deren erster Ansatz nun vorgestellt wurde. In diese erste Variante ist die Überlegung eingeflossen, dass die Bushaltestellen künftig auf das heutige Bahnhofsgelände verlagert werden sollen. "Da werden wir nicht umhinkommen, auch Bäume zu fällen", sagte Wittrock. Gemeint sind die Exemplare in Richtung "Park&Ride"-Platz.

Auch was die Situation an der Fresenbergstraße betrifft, habe das Büro viel "fummeln und tricksen" müssen, um eine vernünftige Fußgängerüberwegung realisierbar zu machen. Anders bei der Lüder-Clüver-Straße: Diese bereitet den Planern Kopfschmerzen. Die Gegebenheiten lassen auch nach der Umgestaltung nach Einschätzung der Planer keinen reibungslosen Verkehrsfluss in Kreuzungsbereich zu – das Planungsbüro trägt sich deshalb momentan mit dem Gedanken, die Einbahnstraße einfach "umzudrehen".

Die anschließende Aussprache im Blumenthaler Beirat fiel knapp aus. Lediglich Ralf Schwarz (CDU) und der Sozialdemokrat Alex Schupp hatten eine Frage: Schwarz wollte wissen, ob die Mittel für das Projekt in den Doppelhaushalt eingestellt worden sind.

Außerdem äußerte er Bedenken zu den Überlegungen, die Einbahnstraßen-Regelung in der Lüder-Clüver-Straße umzudrehen. Er befürchtet eine Verschlechterung des Verkehrsflusses.

Alex Schupp hingegen findet, dass der neue Park&Ride-Platz bei den Planungen zu klein geraten ist. Seine Beobachtung: "Die Plätze sind heute schon voll". Laut Wittrock ist eine Erweiterung an diesem Ort aber nicht möglich. Weil ein Großteil der Parkplätze durch Busfahrer der Bremer Straßenbahn AG belegt werde, regte Ortsamtsleiter Peter Nowack an, für diese einen separaten Parkplatz an der Aue-straße zu bauen.

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